Titeldaten
- Müller, Anne; Kirch, Thomas
- Vergabe News
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Heft 6/2026
S.107-108
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Aufsatz
Abstract
Die Verfasser geben einen Überblick über die Neuerungen des Vergabebeschleunigungsgesetzes 2026 und arbeiten die Folgen für die Vergabepraxis heraus. Zunächst weisen sie darauf hin, dass der Gesetzgeber mit dem Gesetz keine grundlegende Neuordnung vornimmt, sondern punktuelle Ände-rungen zur Beschleunigung und Digitalisierung vornimmt. Dabei gehen sie insbesondere auf die erweiterten Nachbesserungsmöglichkeiten nach § 56 VgV und dem Entfall der Vorabinformationspflicht bei Einzelabrufen aus Rahmenvereinbarungen und den Wegfall der aufschiebenden Wirkung in der zweiten Instanz ein. Weitere Schwerpunkte des Beitrages sind die neuen Regelungen zur Losaufteilung (§ 97a GWB), die Direktvergaben bis 50.000 Euro sowie die Neuerungen zu Zahlungsfristen, Neben-angeboten, Eignungsprüfung, Zuschlagskriterien und digitaler Verfahrensführung. Abschließend weisen die Verfasser darauf hin, dass die Reform zwar neue Spielräume eröffne. Die Wirkung sei aber maßgeblich von Rechtsprechung und Vergabepraxis abhängig.
Robert Thiele, MBA, BMDS, Berlin