Kehrtwende im Vergaberecht?

Untertitel
Zum Urteil des EuGH in der Rs. Müller
Autor
Jarass, Nina
Normen
§ 99 Abs. 3 GWB
Gerichtsentscheidung
EuGH, Urteil vom 25.03.2010 - C-451/08
Heft
4
Jahr
2010
Titeldaten
  • Jarass, Nina
  • VergabeR - Vergaberecht
  • Heft 4/2010
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 99 Abs. 3 GWB

EuGH, Urteil vom 25.03.2010 - C-451/08

Dr. Anne Bartsch, Referentin im BMUB, Berlin
Abstract
Der Beitrag erörtert das Urteil des EuGH vom 25.03.2010 (Rs. C-451/08), welches sich mit der Auslegung des Begriffs des ausschreibungspflichtigen öffentlichen Bauauftrags auseinandersetzt. Dabei wird zunächst der bisherige, diesbezüglich herrschende, nationale und europäische Sach- und Rechtsstand zusammengefasst, um dann im Weiteren detailliert auf die Feststellungen des Urteils einzugehen. So werden neben Ausführungen zum Kriterium des “unmittelbaren wirtschaftlichen Interesses” u. a. auch Erörterungen zur erforderlichen Intensität der vertraglichen Bindung oder etwa zur Notwendigkeit der Befristung eines Nutzungsrechts gemacht.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Zum Vergabeverfahren im Lichte des Internationalen Privatrechts

Autor
Hök, Götz-Sebastian
Normen
§ 101b GWB
Art. 12 Rom II
Heft
5
Jahr
2010
Seite(n)
440-448
Titeldaten
  • Hök, Götz-Sebastian
  • ZfBR - Zeitschrift für deutsches und internationales Bau- und Vergaberecht
  • Heft 5/2010
    S.440-448
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 101b GWB, Art. 12 Rom II

Robert Thiele, MBA, BMDS, Berlin
Abstract
Der Verfasser geht der Frage nach, welches Recht bei Vergaben mit Auslandsbezug anwendbar ist , wenn der Bieter seinen Sitz im Ausland hat. Zunächst stellt er die bestehenden Ansichten dar. Anschließend differenziert er den Vergabevorgang in verschiedene Rechtsverhältnisse um die jeweils einschlägige Kollisionsnorm zu ermitteln. Bei der Beurteilung, ob Mängel im Vergabeverfahren privatrechtliche Auswirkungen haben (§ 101b GWB), sei auf das Vertragsstatut abzustellen. Bei Ansprüchen aus einem vorvertraglichen Rechtsverhältnis sei das präsumtive Vertragsstatut (Art. 12 Rom II) Anknüpfungspunkt. Ansprüche nach § 126 GWB seien entsprechend Art 6 Abs. 3 Rom II nach dem Recht des Staates zu beurteilen, dessen Markt beeinträchtig ist.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Grundstücksgeschäfte und Vergaberecht nach der Entscheidung des EuGH zu “Bad Wildeshausen”

Autor
Hertwig, Stefan
Gerichtsentscheidung
EuGH Urteil vom 25.03.2010 - C-451/08
Heft
4
Jahr
2010
Seite(n)
554-561
Titeldaten
  • Hertwig, Stefan
  • VergabeR - Vergaberecht
  • Heft 4/2010
    S.554-561
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

EuGH Urteil vom 25.03.2010 - C-451/08

Dr. Anne Bartsch, Referentin im BMUB, Berlin
Abstract
Der Aufsatz befasst sich mit dem EuGH-Urteil “Bad Wildeshausen“ (EuGH Urteil vom 25.03.2010 - C-451/08) und dem darin erörterten Begriff des “Bauauftrages”. Demgemäß wird der Begriff “Bauauftrag” zunächst nach bisherigem Verständnis definiert, dann werden dessen Fallgruppen erläutert. Im Anschluss wird auf die Ausführungen des Gerichtshofes Bezug genommen und diese werden systematisch analysiert. Auch auf ungeklärte und somit weiterhin strittige Fragen geht der Verfasser in diesem Zusammenhang ein, so etwa darauf, wann ein “unmittelbares wirtschaftliches Interesse” des öffentlichen Auftraggebers vorliegt oder wie in sog. “Mischfällen” (Bauen im Interesse des Käufers und des Grundstücksverkäufers) zu verfahren ist.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Nichtanwendbarkeit des Vergaberechts bei interkommunaler Zusammenarbeit unter Einbeziehung des EuGH-Urteils "Stadtreinigung Hamburg"

Autor
Hausmann, Hans-Christian
Gerichtsentscheidung
EuGH Urteil vom 09.06.2010 - C-480/06
Heft
6
Jahr
2010
Seite(n)
191-193
Titeldaten
  • Hausmann, Hans-Christian
  • VR - Verwaltungsrundschau
  • Heft 6/2010
    S.191-193
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

EuGH Urteil vom 09.06.2010 - C-480/06

Karsten Voigt, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Nachdem die Abweichung des oben genannten Urteils (EuGH Urteil vom 09.06.2010 - C-480/06) von den gängigen Kriterien der "Teckal"-Entscheidung festgestellt wurde, kommt der Verfasser zu dem Ergebnis, dass mit der "Stadtreinigung Hamburg"-Entscheidung neue, eigene Kriterien für die horizontale interkommunale Kooperation geschaffen wurden, die "Teckal"-Kriterien aber weiterhin für vertikale Kooperationen Geltung beanspruchen könnten. Ein Schwerpunkt der Abhandlung ist die Frage, wann eine institutionalisierte Zusammenarbeit, etwa in Form eines Zweckverbandes, erforderlich ist.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Aktuelle Entwicklungen bei der Ausschreibung von Postdienstleistungen

Autor
Goodarzi, Ramin
Meister, Robert
Heft
11
Jahr
2010
Seite(n)
669-674
Titeldaten
  • Goodarzi, Ramin; Meister, Robert
  • NVWZ - Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht
  • Heft 11/2010
    S.669-674
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Melanie von Lennep, AOK-Bundesverband, Berlin
Abstract
Die Verfasser geben einen guten Überblick über die bestehenden Problematiken bei der Ausschreibung von Postdienstleistungen. Die Autoren thematisieren dabei insbesondere Komplexe wie die Zulässigkeit von Erklärungen zur Zahlung von Mindestlohn, den Bereich der Umsatzsteuerbefreiung sowie der Losaufteilung. Weiterhin wird die Frage des Einsatzes der Deutschen Post als Unterauftragnehmer erörtert. Im Ergebnis halten die Verfasser den Bereich der Vergabe von Postdienstleistungen für eine Plattform für wirtschaftspolitische und vergaberechtliche Grundsatzfragen. Dabei lassen sie offen, ob für einen funktionierenden Wettbewerb eine weitere Öffnung der „bottleneck Ressourcen“ der Deutschen Post erforderlich ist. Letztlich könnten neben der Bundesnetzagentur durch eine Entgeltregulierung auch die staatlichen Auftraggeber durch eine ausgewogene Ausschreibungspolitik Einfluss auf den Markt nehmen.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Die konkreten vergaberechtlichen Anforderungen an Selektivverträge zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern

Autor
Bauer, Stefan
Normen
§ 140a SGB V
§ 129 SGB V
Heft
7
Jahr
2010
Seite(n)
365-372
Titeldaten
  • Bauer, Stefan
  • NZS - Neue Zeitschrift für Sozialrecht
  • Heft 7/2010
    S.365-372
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 140a SGB V, § 129 SGB V

Sven Tönnemann, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Der Verfasser stellt dar, anhand welcher rechtlichen Voraussetzungen der Abschluss von Verträgen zur integrierten Versorgung (§§ 140a ff. SGB V) und zur Versorgung der Versicherten mit Arzneimitteln (§§ 129 ff. SGB V) zu erfolgen hat. Dies prüft er sowohl für Beschaffungen oberhalb als auch für solche unterhalb der Schwellenwerte und zeigt, in welchen Fällen der integrierten Versorgung die VOF Anwendung finden soll, während für Arzneimittel die VOL/A anzuwenden seien soll. Sodann stellt er im Einzelnen die Anforderungen an eine Vergabe gemäß VOF und VOL/A dar und setzt sich mit der Fragestellung auseinander, welche Vorschriften und rechtlichen Grundsätze insbesondere für freiberufliche Leistungen unterhalb der Schwellenwerte zu beachten sind.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Billig ist nicht wirtschaftlich

Untertitel
Das Dilemma öffentlicher Auftraggeber bei der Vergabe von Entsorgungsverträgen
Autor
Ax, Thomas
Heft
6
Jahr
2010
Seite(n)
193-198
Titeldaten
  • Ax, Thomas
  • VR - Verwaltungsrundschau
  • Heft 6/2010
    S.193-198
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Aleksandra Elobied, Rechtsanwältin, Berlin
Abstract
Der Beitrag beschreibt die VOL/A 2009 unter Berücksichtigung der Besonderheiten von Entsorgungsaufträgen und behandelt schwerpunktmäßig die Wahl des Vergabeverfahrens und den Ausschluss von Dumpingangeboten. Der Autor stellt dar, wie der Auftraggeber unauskömmliche oder Spekulationsangebote sowie Mischkalkulationen aufdecken kann, da diese in seinen Augen ein erhebliches Risiko nicht vertragsgerechter Leistungserbringung in sich tragen.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

In dubio pro Krankenkasse

Untertitel
Ausgewählte Fragestellungen aus dem Bereich der Vergabe von Arzneimittelrabattverträgen gemäß § 130a Abs. 8 SGB V
Autor
Anders, Sönke
Normen
§ 130a Abs. 8 SGB V
Gerichtsentscheidung
LSG NRW, Beschluss vom 03.09.2009 - L 21 KR 51/09
Heft
4
Jahr
2010
Seite(n)
581-593
Titeldaten
  • Anders, Sönke
  • VergabeR - Vergaberecht
  • Heft 4/2010
    S.581-593
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 130a Abs. 8 SGB V

LSG NRW, Beschluss vom 03.09.2009 - L 21 KR 51/09

Karsten Voigt, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Die Verfasser kritisieren die Entscheidung des LSG NRW vom 03.09.2009 - L 21 KR 51/09 zur Frage der - vom LSG bejahten - Zulässigkeit von Rabattverträgen mit drei Pharmaunternehmen. Im Einzelnen setzen sie sich mit den Maßstäben der Auswahlentscheidung durch den Apotheker auseinander. Der Beitrag untersucht auch den sozialrechtlichen Rahmen, insbesondere die Verweisung des § 130a Abs. 8 SGB V und die Rechtsstellung des Apothekers. Dazu gibt es einen Exkurs in die Praxis der Apotheker bei der Medikamentenabgabe im Rahmen der Rabattverträge. Der Beitrag kommt zu dem Ergebnis, dass - abweichend von der genannten Entscheidung des LSG - eine Vergabe an drei Unternehmen die Rechte der Unternehmen verletzt. In einem zweiten Teil wird die u.a. von der AOK bei ihren Ausschreibungen angewandte Stichtagsregelung untersucht. Dabei wird von den Bietern verlangt, auf alle zu einem Stichtag angebotenen Produkte einen Rabatt zu gewähren. Die Verfasser kritisieren, dass dabei auf eine vom Gesetz nicht vorgesehene, kostenpflichtige Datenbank zurückgegriffen wird und sind zudem der Ansicht, dass zahlreiche Regelungen des Vergaberechts durch diese Methode verletzt werden würden. Sie kommen zu dem Fazit, dass die mit sozialrechtlichen Notwendigkeiten gerechtfertigten Abweichungen vom Vergaberecht schon an sich unzulässig seien, die behaupteten sozialrechtlichen Einschränkungsnotwendigkeiten aber auch schon gar nicht vorlägen.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Juristische Aspekte der Regulierung von Arzneimitteln

Autor
Willenbruch, Klaus
Normen
§ 5 Abs. 1 Nr. 2 VO PR 30/53
Zeitschrift
Heft
7
Jahr
2010
Seite(n)
321-324
Titeldaten
  • Willenbruch, Klaus
  • PharmR - Pharma Recht
  • Heft 7/2010
    S.321-324
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 5 Abs. 1 Nr. 2 VO PR 30/53

Karsten Voigt, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Der Artikel gibt einen kurzen Überblick über die rechtlichen und wirtschaftlichen Mechanismen bei der Preisbildung von patentgeschützten und generischen Medikamenten. Etwas detaillierter geht der Verf. auf die Rolle des Vergaberechts bei der Bestimmung des Einkaufspreises, gerade auch bei patentgeschützten Medikamenten, ein. Dem Preisrecht weist er neben dem Vergaberecht eine zwar wichtige, aber untergeordnete Rolle zu.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Die Sektorenverordnung

Autor
Wietersheim, Mark von
Zeitschrift
Heft
Sonderausgabe
Jahr
2010
Seite(n)
26-28
Titeldaten
  • Wietersheim, Mark von
  • Vergabe Navigator
  • Heft Sonderausgabe/2010
    S.26-28
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Robert Thiele, MBA, BMDS, Berlin
Abstract
Der Verfasser gibt in seinem Beitrag einen Überblick über die neue Sektorenverordnung. Dabei geht er insbesondere auf Wahl der Vergabeverfahrensarten, Bieterauswahl, Anforderungen an die Leistungsbeschreibung, Rahmenvereinbarungen, Nebenangebote, Zuschlagskriterien, das Nachfordern von fehlenden Unterlagen und die Aufhebung ein. Dabei zeigt er die Unterschiede zur VOL/A und VOB/A und gibt Praxishinweise.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja