Umsatzsteuerpflicht bei interkommunaler Kooperation

Autor
Englisch, Joachim
Heft
15
Jahr
2013
Seite(n)
570-581
Titeldaten
  • Englisch, Joachim
  • UR - Umsatzsteuer-Rundschau
  • Heft 15/2013
    S.570-581
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Dr. Thorsten Schätzlein, Law and Engineering, Düsseldorf
Abstract
Der Autor untersucht in seinem Beitrag die Auswirkungen auf interkommunale Kooperationen der neuen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes und des Europäischen Gerichtshofes zum Umsatzsteuerrecht. In einem ersten Schritt stellt er hierzu die wesentlichen Anforderungen dar, wie eine Umsatzsteuerpflicht bei juristischen Personen des öffentlichen Rechts begründet werden kann. In einem zweiten Schritt untersucht er, in welchem Umfang kommunale Kooperationen hiervon betroffen sind. Hierbei kommt er zu dem Ergebnis, dass zumindest diejenigen interkommunalen Kooperationen, welche nicht der vergaberechtlichen Ausschreibungspflicht unterliegen – sei es, weil sie die Teckal-Kriterien einhalten oder sich an den vom EuGH aufgezeigten Rahmen bei der Entscheidung "Hamburger Stadtreinigung" halten – nicht der Umsatzsteuerpflicht unterliegen. Daneben untersucht er noch einige weitere Fälle, bei welchem zwar dem Grunde nach eine Ausschreibungspflicht besteht, jedoch nur eine andere Kommune die Leistung erbringen kann. Auch bei diesen Fallgestaltungen geht er davon aus, dass in den überwiegenden Fällen keine Umsatzsteuerpflicht begründet wird. Im Ergebnis hält er daher fest, dass die jüngsten umsatzsteuerrechtlichen Rechtsprechungsänderungen keine signifikanten Auswirkungen auf interkommunale Kooperationen haben sollten. Im Anschluss untersucht er mögliche gesetzgeberische Reform- oder Kompensationsmaßnahmen. Er stellt hierbei auch das schwierige Umfeld für die Reformbemühungen dar, weil Änderungen wegen der Harmonisierung regelmäßig auf europäischer Ebene durchgeführt werden müssen.
Rezension abgeschlossen
ja

Praxisratgeber Vergaberecht - Fristen im Vergabeverfahren

Autor
Ferber, Thomas
Jahr
2013
Seite(n)
XII, 742
Titeldaten
  • Ferber, Thomas
  • 3. Aufl.,
  • Fachverlag Thomas Ferber
    Darmstadt , 2013
    S.XII, 742
  • ISBN 978-3-942766-03-6
Zusätzliche Informationen:
Fachbuch

Ort
Darmstadt
Abstract
Das Werk befasst sich detailliert mit dem Thema Fristen im Vergabeverfahren. Es werde die Verfahren nach GWB, VgV, VOB/A, VOL/A, SektVO sowie VSVgV behandelt. Dabei werden die Fristen für die jeweiligen Verfahrensarten dargestellt und besprochen.
Auflage
3
ISBN
978-3-942766-03-6
Rezension abgeschlossen
ja

Bedeutung und Rechtsfolgen des Nachunternehmeraustauschs bei der Vergabe von Dienstleistungskonzessionen

Autor
Heuvels, Klaus
Gerichtsentscheidung
OLG Frankfurt a.M., U. v. 29.01.2013, 11 U 33/12
Heft
8
Jahr
2013
Seite(n)
485-489
Titeldaten
  • Heuvels, Klaus
  • NZBau - Neue Zeitschrift für Bau- und Vergaberecht
  • Heft 8/2013
    S.485-489
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

OLG Frankfurt a.M., U. v. 29.01.2013, 11 U 33/12

Sven Tönnemann, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Der Verfasser bespricht die Entscheidung des OLG Frankfurt (Urteil vom 29.01.2013, 11 U 33/12). Es handelt sich dabei um das Verfahren, zu dem vom EuGH am 13.04.2010 die vielbeachtete "Wall-Entscheidung" ergangen ist. Zunächst wird der Sachverhalt noch einmal ausführlich geschildert, um dann die Argumentation des OLG Frankfurt nachzuzeichnen, weshalb der Austausch des Nachunternehmers in diesem konkreten Fall keine Pflicht zur Neuvergabe der Dienstleistungskonzession auslöse. Der Autor kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass das OLG die Entscheidung des EuGH nicht zutreffend anwendet und geht auf die einzelnen Argumente des OLG ein. Anschließend problematisiert der Autor Fragen rund um den Rechtsschutz im Hinblick auf den potentiellen Schadensersatz des ausgewechselten Unterauftragnehmers, wobei im konkreten Fall kein Schadensersatzanspruch gegeben gewesen sei, da es an verbindlichen Vereinbarungen zwischen dem Unterauftragnehmer und dem Auftragnehmer gefehlt haben soll. Ob die Ansicht des OLG Frankfurt von den Vergabekammern und -senaten geteilt wird, bleibe abzuwarten. Dann wäre zukünftig das Entstehen einer Ausschreibungspflicht bei der Auswechslung eines Unterauftragnehmers kaum denkbar.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Das Sonderregime für Schadensersatz bei Vergabefehlern

Untertitel
„Bieters Müh´ ist nicht umsonst“
Autor
Prieß, Hans-Joachim
Bonitz, Kai
Heft
8
Jahr
2013
Seite(n)
477-481
Titeldaten
  • Prieß, Hans-Joachim; Bonitz, Kai
  • NZBau - Neue Zeitschrift für Bau- und Vergaberecht
  • Heft 8/2013
    S.477-481
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Robert Thiele, MBA, BMDS, Berlin
Abstract
Der Beitrag befasst sich mit dem Schadensersatzanspruch nach § 126 Satz 1 GWB. Dabei steht der Umfang des Ersatzanspruches im Hinblick auf den Ersatz der Personalkosten für die Angebotserstellung bei einer rechtwidrigen Beendigung des Vergabeverfahrens im Mittelpunkt. Einleitend zeigen die Verfasser auf, dass nach der dem deutschen Schadensrecht inhärenten Differenzhypothese eine Erstattung der eigenen Personalkosten i.d.R. nicht in Betracht komme. Ausgehend vom Wortlaut des § 126 Satz 1 GWB stellen sie fest, dass die Reichweite des Schadensbegriffs dieser Norm weiter ist und auch sämtliche interne Personalkosten erfassen kann. Diese Auslegung stehe auch nicht im Gegensatz zum Urteil des KG vom 14.08.2003 - 27 U 264/02. Vielmehr sei diese Auslegung nach dem Unionsrecht sogar geboten. Der Ersatzanspruch könne dabei alle Personalkosten zur Angebotserstellung umfassen bis zu dem Zeitpunkt der rechtswidrigen Beendigung.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Keine regelmäßige Rückforderung von Zuwendungen bei folgenlosen (schweren) Vergabeverstößen

Autor
Krist, Matthias
Gerichtsentscheidung
VG Düsseldorf - 01.04.2009 - AZ: VG 20 K 443/07
OVG für das Land Nordrhein-Westfalen - 20.04.2012 - AZ: OVG 4 A 1055/09
BVerwG vom 13. Februar 2013, Az: 3 B 58.12
Heft
8
Jahr
2013
Seite(n)
481-483
Titeldaten
  • Krist, Matthias
  • NZBau - Neue Zeitschrift für Bau- und Vergaberecht
  • Heft 8/2013
    S.481-483
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

VG Düsseldorf - 01.04.2009 - AZ: VG 20 K 443/07 , OVG für das Land Nordrhein-Westfalen - 20.04.2012 - AZ: OVG 4 A 1055/09, BVerwG vom 13. Februar 2013, Az: 3 B 58.12

Karsten Voigt, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Eine vergaberechtliche Würdigung des Beschlusses BVerwG vom 13.02.2013, Az: 3 B 58.12, bei der der Verfasser zu dem Schluss kommt, dass die vom BVerwG gebilligte vollständige Rückforderung einer Beihilfe wegen der Wahl der falschen Vergabeart nur dann zutreffend sein kann, wenn daneben die Feststellung getroffen wird, dass eine Verletzung der §§ 16 Abs. 6 VOB/A bzw. 16 Abs. 6 bis 8 VOL/A vorliegt und der Haushaltsgrundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verletzt wurde.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Einrichtung einer „Direktvergabeplattform“ ist eine gesondert anfechtbare Entscheidung

Autor
Prünster, Gerhard
Heft
6
Jahr
2013
Seite(n)
227-230
Titeldaten
  • Prünster, Gerhard
  • ZVP - Zeitschrift für Vergaberecht und Bauvertragsrecht
  • Heft 6/2013
    S.227-230
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Dr. Johannes Schramm , Herausgeber und Schriftleiter der „Zeitschrift für Vergaberecht und Bauvertragsrecht“ (ZVB) , Wien
Abstract
Bei der Direktvergabe ist die Wahl des Vergabeverfahrens eine gesondert anfechtbare Entscheidung.
Nach der Schwellenwerteverordnung 2013 sind Direktvergaben (nur) bis zu einem Schwellenwert von € 100.000,– zulässig.
Wird für die Beschaffung gleichartiger Leistungen in mehreren Losen jeweils ein gesonderter Auftrag vergeben, ist als geschätzter Auftragswert der geschätzte Gesamtwert aller Lose maßgeblich.
Rezension abgeschlossen
ja

Transparency Amendment of the Czech Public Procurement Act

Autor
Krc, Robert
Heft
2
Jahr
2013
Seite(n)
200-206
Titeldaten
  • Krc, Robert
  • EPPPL - European Public Private Partnership Law
  • Heft 2/2013
    S.200-206
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Karsten Voigt, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Tschechien hat am 01.04.2012 eine umfangreiche Änderung des nationalen Unterschwellenvergaberechts erfahren. Der Verfasser stellt die wichtigsten Änderungen vor und bewertet die Auswirkung der neuen Vorschriften auf Bieter und Auftraggeber.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Ökologische Kriterien in der Vergabeentscheidung

Untertitel
Eine Hilfe zur vergaberechtskonformen nachhaltigen Beschaffung
Autor
Gaus, Michael
Normen
§§ 4, 6 VgV
Heft
7
Jahr
2013
Seite(n)
401-409
Titeldaten
  • Gaus, Michael
  • NZBau - Neue Zeitschrift für Bau- und Vergaberecht
  • Heft 7/2013
    S.401-409
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§§ 4, 6 VgV

Silke Renner, AOK-Bundesverband, Berlin
Abstract
Mit seinem Aufsatz hat der Autor eine Art Leitfaden für den Umgang mit den Vorgaben der §§ 4 und 6 der Vergabeverordnung (VgV) für eine energieeffiziente Beschaffung erstellt. Anhand konkreter Beispiele erläutert er zunächst, wie dem Gebot der energieeffizienten Beschaffung im Wege einer funktionalen Leistungsbeschreibung, etwa durch Vorgabe einzuhaltender Kennwerte als Mindestkriterien, Rechnung getragen werden kann und wie öffentliche Auftraggeber das höchste Anforderungsniveau an Energieeffizienz gemäß § 4 Abs. 5 bzw. § 6 Abs. 3 VgV ermitteln können. Er empfiehlt, die Abfrage des Energieverbrauchs des Beschaffungsgegenstandes zum standardisierten Teil der Leistungsbeschreibung zu machen und erläutert, auf welchem Weg Lebenszykluskosten des Produktes bei der Vergabe berücksichtigt werden können. Jedoch zeigt der Autor auch die Grenzen einer energieeffizienten Beschaffung auf. So dürfe die Vergabestelle nicht den gesamten Produktionsprozess des zu beschaffenden Produktes überwachen, indem sie beispielsweise die energetischen Aufwendungen der Herstellung und des Transports des Produktes bewertet und auf diesem Weg eine „ökologische Re-Regionalisierung“ der Vergabe herbeiführt. Der Autor rät zudem zur Verwendung umweltspezifischer Gütezeichen, um die Qualität des Beschaffungsgegenstandes zu beeinflussen. Seiner Auffassung nach, ist es dabei nicht erforderlich, anstelle des Gütezeichens, die darin enthaltenen Spezifikationen gütezeichenneutral in die Leistungsbeschreibung aufzunehmen. Hier stelle sich jedoch die Frage, ob diese Ansicht mit der Entscheidung des EuGH zu den Gütezeichen MAX HAVELAAR und EKO (EuGH, Rs. C‑368/10) vereinbar ist. Über die bereits genannten Inhalte hinaus, bietet der Aufsatz Hilfe zum Umgang mit umweltbezogenen Zuschlagskriterien. Auch strategische Überlegungen zur Gewichtung der einzelnen Zuschlagskriterien kommen dabei nicht zu kurz.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Vergaberecht im Krankenhaus

Untertitel
Grundzüge des Verfahrens am Beispiel des Kaufs von Computertomographen
Autor
Uslu, Aykut
Rhein, Verena
Zeitschrift
Heft
4
Jahr
2013
Seite(n)
14-15
Titeldaten
  • Uslu, Aykut; Rhein, Verena
  • Vergabe Navigator
  • Heft 4/2013
    S.14-15
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Robert Thiele, MBA, BMDS, Berlin
Abstract
Der Beitrag skizziert die Grundzüge eines Vergabeverfahrens. Dazu knüpfen die Verfasser an die Beschaffung eines Computertomographen an. Einleitend erläutern die Verfasser, wann ein Krankenhaus öffentlicher Auftraggeber ist. Anschließend stellen sie kurz die Vorbereitung und den Ablauf eines Vergabeverfahrens dar.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja