KonzVgV einschließlich VergStatVO und Sonderregelungen

Autor
Müller-Wrede, Malte
Braun, Christian
Jahr
2019
Seite(n)
XLVI, 1025
Titeldaten
  • Müller-Wrede, Malte; Braun, Christian
  • Bundesanzeiger Verlag
    Köln, 2019
    S.XLVI, 1025
  • ISBN 978-3-8462-0523-5
Zusätzliche Informationen:
Kommentar

Ort
Köln
Abstract
Aus der Monatsinfo 2/2019: Der neue Praxiskommentar bietet dem Leser ein umfassendes Kompendium
des gesamten Konzessionsvergaberechts einschließlich Statistikpflichten und Spezialregelungen für die
Konzessionsvergabe auf dem aktuellen Stand der Rechtsetzung und Rechtsprechung. Neben der
fundierten systematischen Darstellung der Regelungsinhalte des Konzessionsvergaberechts haben sich die
beiden Herausgeber und ihre 25 Mitautoren zum Ziel gesetzt, mit dem neuen Kommentar eine bislang
vermisste Rechts- und Arbeitshilfe für den Nutzer zu schaffen, die allen rechtlichen und praktischen
Anforderungen des Konzessionsvergaberechts genügt. Nachdem die grundlegenden Vorgaben der
Richtlinie 2014/23/EU vom 26.02.2014 über die Konzessionsvergabe im Gesetz gegen
Wettbewerbsbeschränkungen, Vierter Teil Aufnahme gefunden haben, stehen die in die neu geschaffene
Verordnung über die Vergabe von Konzessionen (Konzessionsvergabeverordnung – KonzVgV)
umgesetzten Verfahrensregelungen des EU-Rechts im Einzelnen auf 550 Druckseiten im Vordergrund des
neuen Kommentars. Daran an schließt sich die Darstellung und Erläuterung der Vorschriften der
Verordnung zur Statistik über die Vergabe öffentlicher Aufträge und Konzessionen
(Vergabestatistikverordnung – VergStatVO) auf 54 Druckseiten. Dem Textabdruck der einzelnen
Vorschriften beider Verordnungen ist eine detaillierte Inhaltsübersicht vorangestellt, der die systematische
Kommentierung der Vorschrift folgt. Hervorzuheben sind die vielen Fußnoten im Text mit weiterführenden
Hinweisen zur Rechtsprechung und Literatur. Den dritten Teil mit 385 von rund 1.070 Druckseiten des
Kommentars nehmen die darin aufgenommenen wichtigsten, bei der Konzessionsvergabe zu
berücksichtigenden Sonderregelungen ein. Hier öffnet sich ein weites Feld, beginnend mit Breitband- und
Bodenabfertigungskonzessionen über Konzessionen für Carsharing-Fahrzeuge, Strom- und
Gasversorgung, Gewerbe und Glücksspiel, Rettungsdienste und sozialrechtliche Konzessionen bis zu
ÖPNV-Konzessionen und Baukonzessionen unterhalb der EU-Schwellenwerte. Auch in diesem Teil sind
jeweils die einschlägigen Rechtsvorschriften und eine Inhaltsübersicht vorangestellt, an die sich die
Erläuterungen anschließen. Die üblichen Verzeichnisse, insbesondere auch ein ausführliches
Regelwerkeverzeichnis, runden den Band ab.
ISBN
978-3-8462-0523-5
Rezension abgeschlossen
ja

Vergaberecht

Untertitel
Beck'scher Vergaberechtskommentar Band 2: VgV, SektVO, KonzVgV, VOB/ A-EU, VS-VgV, VS-VOB/ A
Herausgeber
Burgi, Martin
Dreher, Meinrad
Jahr
2019
Seite(n)
XL, 2582
Verlag
Titeldaten
  • Burgi, Martin, Dreher, Meinrad [Hrsg.]
  • C.H. Beck
    München , 2019
    S.XL, 2582
  • ISBN 978-3-406-69952-8
Zusätzliche Informationen:
Kommentar

Ort
München
Abstract
Aus der Monatsinfo 2/2019: Mit dem in 3. Auflage 2019 soeben erschienenen Band 2 dieses Kommentars
zum Vergaberecht in der Reihe der Beck’schen Großkommentare steht das zweibändige Werk nun wieder
abgeschlossen auf dem aktuellen Stand der Rechtsetzung, Literatur und Rechtsprechung zur Verfügung.
Wie schon im Band 1 in der 3. Auflage 2017 (s. Monatsinfo 07/17, S. 310), war auch beim Band 2 die
Vergaberechtsreform 2016 Auslöser und Schwerpunkt der Neuauflage. Während Band 1 auf 1.762
Druckseiten die Vorschriften des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen, Vierter Teil, Vergabe
öffentlicher Aufträge behandelt, setzen sich die insgesamt 44 Autoren im Band 2 auf 2.622 Druckseiten im
Einzelnen mit den Vorschriften der vergaberechtlichen Verordnungen und der Vergabeordnung VOB/AEU
und VOB/A-VS auseinander. Band 2 ist demgemäß in sechs Teile in dieser Reihenfolge gegliedert:
Vergabeverordnung (VgV), Sektorenverordnung (SektVO), Konzessionsverordnung (KonzVgV), Vergabeund
Vertragsordnung für Bauleistungen, Teil A (VOB/A-EU), Vergabeverordnung Verteidigung und
Sicherheit (VSVgV) und Vergabebestimmungen im Anwendungsbereich der Richtlinie 2009/81/EG
(VOB/A-VS). Die Darstellung und Erläuterung dieses Regelwerks folgt einem einheitlichen Schema. An den
Abdruck der jeweiligen Vorschrift schließt sich eine Inhaltsübersicht zur Einführung in die nachfolgende
Kommentierung an. Sie beginnt mit einem ausführlichen Literaturverzeichnis, der Entstehungsgeschichte
und den Rechtsvorgaben, z.B. zum Zweck der Vorschrift. Wissenschaftlich fundiert, ohne aber die Praxis zu
vernachlässigen, wird sodann die Vorschrift inhaltlich im Einzelnen unter kritischer Würdigung der
Rechtsprechung und der (wirtschaftlich) politischen Entwicklungen abgehandelt. Zahlreiche Fußnoten zum
Text geben Hinweise auf zusätzliche Informationen.
ISBN
978-3-406-69952-8
Rezension abgeschlossen
ja

Einwirkung des Kartellrechts in das Verfahren der öffentlichen Auftragsvergabe

Untertitel
in: Europäisches, deutsches und internationales Kartellrecht : Festschrift für Dirk Schroeder (Kakott,, Juliane [Hrsg.]; Pohlmann, Petra [Hrsg.]; Polley, Romina [Hrsg.])
Autor
Jaeger, Wolfgang
Jahr
2018
Seite(n)
XX, 1013
Titeldaten
  • Jaeger, Wolfgang
  • Dr. Otto Schmidt
    Köln, 2018
    S.XX, 1013
  • ISBN 978-3-504-06050-3
Zusätzliche Informationen:
Fachbuch

Ort
Köln
ISBN
978-3-504-06050-3
Rezension abgeschlossen
ja

Vertragsänderung – mit oder ohne erneute Durchführung eines Vergabeverfahrens? – Teil 1

Autor
Gölles, Hans
Heft
12
Jahr
2018
Seite(n)
505-511
Titeldaten
  • Gölles, Hans
  • ZVB - Zeitschrift für Vergaberecht und Bauvertragsrecht
  • Heft 12/2018
    S.505-511
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Dr. Johannes Schramm , Herausgeber und Schriftleiter der „Zeitschrift für Vergaberecht und Bauvertragsrecht“ (ZVB) , Wien
Abstract
Wir haben das zehnjährige Jubiläum des EuGH-Urteils vom 19.06.2008; C-454/06 – „Pressetext“. Mit
diesem Urteil wurde bewusst gemacht, dass ein von den Vergaberichtlinien der EU erfasster Auftraggeber
für Änderungen von laufenden Verträgen vergabegesetzliche Regeln zu beachten hat, die durch die
Vergabegrundsätze vorgegeben sind. Wie können Änderungen von Verträgen bzw.
Rahmenvereinbarungen vergeben werden? Entweder nach vertragsrechtlichen Regeln kombiniert mit
vergaberechtlichen Regeln? Oder nur nach vergabegesetzlichen Regeln? Mit § 365 BVergG 2018 erfolgte
eine detaillierte Regelung zur Vertragsänderung und somit eine vergabegesetzliche Klarstellung des
Rahmens einer Vertragsänderung ohne erneutes Vergabeverfahren.
Rezension abgeschlossen
ja

… und raus bist Du

Untertitel
Zum Ausschluss des Schlechtleisters
Autor
Noch, Rainer
Normen
§ 124 Abs. 1 Nr. 7 GWB
Gerichtsentscheidung
OLG Celle, Beschluss v. 9.1.2017 - 13 Verg 9/16
OLG Frankfurt, Beschluss v. 12.10.2017 - 11 Verg 13/17
VK Baden-Württemberg, Beschluss v. 24.1.2018 - 1 VK 54/17
OLG Düsseldorf, Beschluss v. 11.7.2018 - Verg 7/18
VK Nordbayern, Beschluss v. 13.1.2017 - 21-VK-3194-38/16
VK Bund, Beschluss v. 18.9.2018 - VK 2-86/17
VK Bund, Beschluss v. 29.12.2017 - VK 1-145/17
VK Brandenburg, Beschluss v. 17.7.2018 - VK 11/18
Zeitschrift
Heft
1
Jahr
2019
Seite(n)
31-33
Titeldaten
  • Noch, Rainer
  • Vergabe Navigator
  • Heft 1/2019
    S.31-33
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 124 Abs. 1 Nr. 7 GWB

OLG Celle, Beschluss v. 9.1.2017 - 13 Verg 9/16, OLG Frankfurt, Beschluss v. 12.10.2017 - 11 Verg 13/17, VK Baden-Württemberg, Beschluss v. 24.1.2018 - 1 VK 54/17, OLG Düsseldorf, Beschluss v. 11.7.2018 - Verg 7/18, VK Nordbayern, Beschluss v. 13.1.2017 - 21-VK-3194-38/16, VK Bund, Beschluss v. 18.9.2018 - VK 2-86/17, VK Bund, Beschluss v. 29.12.2017 - VK 1-145/17, VK Brandenburg, Beschluss v. 17.7.2018 - VK 11/18

Christian Below, kbk Rechtsanwälte, Hannover
Abstract
Der Beitrag behandelt den fakultativen Ausschlussgrund des § 124 Abs. 1 Nr. 7 GWB, die mangelhafte
Erfüllung einer wesentlichen Anforderung bei der Ausführung eines früheren Auftrags. Der Autor stellt die
Tatbestandsvoraussetzungen unter Heranziehung der Gesetzesbegründung dar und fasst jüngere, hierzu
ergangene Rechtsprechung zusammen. Er geht hierbei auch auf die Verhältnismäßigkeitsprüfung im
Rahmen der Ermessensentscheidung des Auftraggebers ein.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Stufenverträge bei Architekten- und Ingenieurleistungen

Autor
Leinenbach, Ralf
Normen
§ 650p BGB
§ 650r BGB
HOAI
Heft
1
Jahr
2019
Seite(n)
15-20
Titeldaten
  • Leinenbach, Ralf
  • ZfBR - Zeitschrift für deutsches und internationales Bau- und Vergaberecht
  • Heft 1/2019
    S.15-20
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 650p BGB, § 650r BGB, HOAI

Daniel Bens, avocado rechtsanwälte, München
Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Inhalt und der Gestaltung von Stufenverträgen bei Architekten- und
Ingenieurleistungen. Im Rahmen der Definition beschreibt der Autor zunächst die Motive für den Einsatz
eines Stufenvertrages und beschreibt auch eine neue „Exitstrategie“ über §§ 650p und 650r BGB.
Nachfolgend beschreibt er den echten und unechten Stufenvertrag und grenzt diese zu anderen
Vertragskonstellationen, wie dem Vorvertrag oder dem Rahmenvertrag ab. Im Anschluss stellt der Autor
hierzu gängige Vertragsmuster vor. In der Folge stellt der Autor dann ausführlich zunächst die Ansprüche
des Auftragnehmers und dann die des Auftraggebers beim Stufenvertrag dar. Zum Ende des Beitrags stellt
der Autor dann die Auswirkungen des neuen Architekten- und Ingenieurrechts seit dem 01.08.2018 auf
den Stufenvertrag dar.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Vergabe nach der UVgO

Untertitel
Überblick aus Sicht der Vergabe von IT-Leistungen
Autor
Bischof, Elke
Normen
UVgO
Heft
1
Jahr
2019
Seite(n)
20-26
Titeldaten
  • Bischof, Elke
  • ITRB - Der IT Rechtsberater
  • Heft 1/2019
    S.20-26
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

UVgO

Eric Schneider, Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Berlin
Abstract
Die Autorin gibt einen summarischen Überblick über die wesentlichen Regelungen der UVgO und stellt dabei mitunter Bezüge zum Kartellvergaberecht her. Bei der Wiedergabe der für IT-Leistungen besonders relevanten Vorschriften beschränkt sie sich auf die Normen zum Verhandlungsverfahren. Im Rahmen der Schilderung der Vorschriften zur Auftragsveröffentlichung vertritt die Autorin abweichend von der obergerichtlichen Rechtsprechung die Ansicht, dass im zweistufigen Verfahren erst in der Angebotsphase
die zur Angebotserstellung erforderlichen Unterlagen zu veröffentlichen seien. Offen lässt die Autorin die – inzwischen wohl geklärte – Frage der Anforderungen an die Verlinkung der Vergabeunterlagen. Sie kommt zu dem Fazit, dass zu begrüßen sei, dass mit der UVgO im Ober- und Unterschwellenbereich weitgehend gleiche Regelungen getroffen wurden.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Die ausgelagerte Submission

Untertitel
Zur strittigen Frage der Einbindung von Beratern in die Angebotseröffnung
Autor
Dageförde, Angela
Otto, Patrick Christian
Normen
§ 55 Abs. 2 VgV
Gerichtsentscheidung
VK Südbayern vom 2.1.2018 (Z3-3-3194-1-47-08/17)
VK Niedersachsen vom 8.5.2018 (VgK-10/2018)
Zeitschrift
Heft
4
Jahr
2019
Seite(n)
11-14
Titeldaten
  • Dageförde, Angela ; Otto, Patrick Christian
  • Vergabe Navigator
  • Heft 4/2019
    S.11-14
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 55 Abs. 2 VgV

VK Südbayern vom 2.1.2018 (Z3-3-3194-1-47-08/17), VK Niedersachsen vom 8.5.2018 (VgK-10/2018)

Karsten Voigt, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Ob sog. „Beschaffungsdienstleister", also Unternehmen die die öffentliche Hand bei Vergabeverfahren
unterstützen, auch die Angebotsöffnung vornehmen dürfen, ist zum Thema zweier Entscheidungen der
Vergabekammern geworden (VK Südbayern vom 02.01.2018; Z3-3-3194-1-47-08/17 und VK
Niedersachsen vom 08.05.2018; VgK-10/2018). Während die VK Südbayern § 55 Abs. 2 VgV so auslegt,
dass zwei unmittelbar bei der öffentlichen Hand beschäftigte Personen die Angebotsöffnung vornehmen
müssen, sieht die VK Niedersachsen nur dann einen Hinderungsgrund für die Übertragung der Aufgabe
auf einen Dienstleister, wenn konkrete Anhaltspunkte für eine Zusammenarbeit zwischen Dienstleister und
Bieter bestehe. Die Verfasser hingegen sind der Ansicht, dass eine Übertragung stets möglich ist.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

State Support under PPP

Untertitel
New Challenges in the Context of the UN Sustainable Development
Autor
Zapatrina, Iryna
Heft
4
Jahr
2019
Seite(n)
326-337
Titeldaten
  • Zapatrina, Iryna
  • EPPPL - European Public Private Partnership Law
  • Heft 4/2019
    S.326-337
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Filip Lewandowski, Richter (Verwaltungsgericht), Frankfurt (Oder)
Abstract
Die Autorin beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit den neuen Herausforderungen und Chancen, die mit der
Verabschiedung der UN Sustainable Development Goals (SDG) und der Durchführung von Öffentlich-
Privaten Partnerschaften (ÖPP) einhergehen. Einleitend wird dargelegt, dass ÖPP in
Übergangswirtschaftsländern oft von geringen Rentabilitätsaussichten und hohen Risiken für private
Investoren geprägt sind. Somit sei für die Durchführung von ÖPP staatliche Unterstützung zwingend
notwendig – besonders für das vom UNECE neu entwickelte Konzept des „People First PPP“, welches vor
allem auf Entwicklung im Sinne der SDG gerichtet ist. Im Folgenden erarbeitet die Autorin Kriterien, unter
welchen die Gewährung von staatlicher Unterstützung bei ÖPP angebracht, wenn nicht gar notwendig ist.
Welche Form der Unterstützung gewählt wird, solle sich an deren Zielsetzung bemessen. Erörtert werden
die Möglichkeit der staatlichen Bürgschaft und der Verfügbarkeitszahlungen, wobei auch eine kritische
Auseinandersetzung mit deren jeweiliger Definition im Rahmen einer SDG-orientierten ÖPP erfolgt.
Ebenfalls dargestellt wird das Spannungsfeld zwischen der Gewährung staatlicher Unterstützung im
Rahmen einer ÖPP und dem Verständnis von Beihilfen nach EU-Vorschriften. Abschließend wird am
Beispiel der Ukraine auf mögliche Ansätze zur Gewährung von staatlicher Unterstützung bei ÖPP sowie
damit verbundene Probleme eingegangen.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

(K)ein letzter Ausweg

Untertitel
Zur Aufhebung einer Ausschreibung wegen Budgetüberschreitung
Autor
Dabringhausen, Gerhard
Zeitschrift
Heft
1
Jahr
2019
Seite(n)
3-8
Titeldaten
  • Dabringhausen, Gerhard
  • Vergabe Navigator
  • Heft 1/2019
    S.3-8
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Robert Thiele, MBA, TK / BMI, Berlin
Abstract
Ausgehend vom Beschluss des OLG Düsseldorf vom 29.08.2018 (Verg 14/17) geht der Verfasser der Frage
nach, wann eine Ausschreibung aufgrund der Erschöpfung von Haushaltsmitteln zulässigerweise
aufgehoben werden kann. Im zugrundeliegenden Fall hatte das Gericht herausgearbeitet, dass eine
Aufhebung aufgrund der Überschreitung der Haushaltsmittel gerechtfertigt sein kann, wenn die
zugrundeliegenden Umstände nicht vorhersehbar waren und die Finanzierung nicht nur im
unwesentlichen Umfang berührt ist. Aus den rechtlichen Würdigungen des Gerichts leitet der Verfasser die
Schlussfolgerung ab, dass eine Kostenschätzung als Prognose nur vertretbar sein müsse, Zu- und
Abschläge auf den konkreten Einzelfall kalkuliert sein müssen, aus bisherigen Ausschreibungen
Mittelpreise abgeleitet werden können und aus der Vergabeakte nicht hervorgehen müsse, wie für jede
Position mit konkret welchen Zu- und Abschlägen ein Einheitspreis kalkuliert wurde. Zudem bestehe keine
Verpflichtung, Baustellengemeinkosten, Allgemeine Geschäftskosten und Zuschläge für
Generalunternehmerleistungen gesondert auszuweisen. Hier reiche ein Zuschlag von bis zu 10 %. Darüber
hinaus müsse die Entscheidung über die Aufhebung ausreichend begründet und dokumentiert werden.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja