Der Anwendungsbereich von Präqualifikationsverfahren im deutschen Vergaberecht

Autor
Tugendreich, Bettina
Heft
8
Jahr
2011
Seite(n)
467-472
Titeldaten
  • Tugendreich, Bettina
  • NZBau - Neue Zeitschrift für Bau- und Vergaberecht
  • Heft 8/2011
    S.467-472
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Robert Thiele, MBA, BMDS, Berlin
Abstract
Die Verfasserin stellt in ihrem Beitrag die Regelungen zur Präqualifizierung differenziert nach Sektorenverordnung und den Vergabeordnungen dar. Ausgehend von den europarechtlichen Vorgaben skizziert sie die Umsetzung in das nationale Recht. Zunächst geht sie der Frage nach, wem die Kompetenz zur Einrichtung von Präqualifizierungssystemen zukommt. Anschließend untersucht sie welche Präqualifizierungssysteme die Auftraggeber zur Beurteilung der Eignung heranziehen können. Dabei geht sie insbesondere auf die Frage ein, ob auch im VOF Bereich die Präqualifizierung Anwendung finden kann. Daraufhin erörtert sie, ob und unter welchen Voraussetzungen ein öffentlicher Auftraggeber verpflichtet ist, ein präqualifiziertes Unternehmen als geeignet zu akzeptieren.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Ein Schritt vor, ein Schritt zurück

Untertitel
Die VOB/A 2009 schafft neue Möglichkeiten zur Manipulation von Vergabeverfahren
Autor
Röwekamp, Hendrik
Fandrey, Alexander
Normen
§ 16 Abs. 1 Nr. 3 VOB/A
§ 16 Abs. 2 S. 1 VOL/A
§ 19 EG Abs. 2 S. 1 VOL/A
Heft
8
Jahr
2011
Seite(n)
463-467
Titeldaten
  • Röwekamp, Hendrik; Fandrey, Alexander
  • NZBau - Neue Zeitschrift für Bau- und Vergaberecht
  • Heft 8/2011
    S.463-467
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 16 Abs. 1 Nr. 3 VOB/A, § 16 Abs. 2 S. 1 VOL/A, § 19 EG Abs. 2 S. 1 VOL/A

Dr. Anne Bartsch, Referentin im BMUB, Berlin
Abstract
Bislang führte das Fehlen vom Auftraggeber geforderter Erklärungen und Nachweise zum zwingenden Angebotsausschluss. Mit der Novellierung von VOB/A und VOL/A im Jahr 2009 wurde dieser „Formalismus“ korrigiert. Nunmehr gibt die VOL/A dem Auftraggeber ein diesbezügliches Ermessen. Die VOB/A ermöglicht diesen Spielraum hingegen nicht, was aus Sicht der Verfasser zu einer erhöhten Missbrauchsgefahr führt. Anhand dreier Problemkonstellationen zeigen die Verfasser die entstehende Problematik auf und erörtern im Anschluss mögliche Lösungsansätze. Im Ergebnis empfehlen sie, dem Auftraggeber ein der VOL/A entsprechendes Ermessen hinsichtlich des Ausschlusses einzuräumen.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

von Alternativen und Varianten

Untertitel
Grundlagen der HOAI: Das Honorar für die Planung verschiedener Lösungen
Autor
Welter, Ulrich
Normen
§ 10 HOAI
Gerichtsentscheidung
OLG Karlsruhe, Urt v. 31.07.2001, Az. 17 U 140/99
BGH, Urt. v. 25.03.1999, Az. VII ZR 397/97
Zeitschrift
Heft
4
Jahr
2011
Seite(n)
11-13
Titeldaten
  • Welter, Ulrich
  • Vergabe Navigator
  • Heft 4/2011
    S.11-13
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 10 HOAI

OLG Karlsruhe, Urt v. 31.07.2001, Az. 17 U 140/99, BGH, Urt. v. 25.03.1999, Az. VII ZR 397/97

Dr. Anne Bartsch, Referentin im BMUB, Berlin
Abstract
Gibt der Auftraggeber eine Ingenieurplanung in Auftrag, so kann es zur Untersuchung verschiedener Lösungsmöglichkeiten kommen. Zur besseren Vergleichbarkeit werden hierzu regelmäßig fast vollständige Vorplanungen einschließlich Kostenberechnungen angefertigt. Wie diese zusätzliche Planung zu vergüten ist, hängt von der Einschlägigkeit des § 10 HOAI ab. Hiernach sind Planungsvarianten nicht gesondert zu vergüten, Planungsalternativen hingegen schon. In diesem Sinne definiert der Autor eingehend den Anwendungsbereich der Vorschrift und erläutert die zugrundeliegende Interessenlage anhand praktischer Bespiele.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Energiesparendes Vergaberecht

Untertitel
Eu-Richtlinie für saubere Fahrzeuge jetzt in nationales Recht umgesetzt
Autor
Roth, Hans-Peter
Normen
§ 4 Abs. 7 - 10 VgV
§ 7 Abs. 5 u. 6 SektVO
§ 29 Abs. 2 S. 3 - 6 SektVO
Zeitschrift
Heft
4
Jahr
2011
Seite(n)
5-7
Titeldaten
  • Roth, Hans-Peter
  • Vergabe Navigator
  • Heft 4/2011
    S.5-7
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 4 Abs. 7 - 10 VgV, § 7 Abs. 5 u. 6 SektVO, § 29 Abs. 2 S. 3 - 6 SektVO

Dr. Anne Bartsch, Referentin im BMUB, Berlin
Abstract
Mit der kürzlichen Änderung von VgV und SektVO wurde die EU-Richtlinie 2009/33/EG über die Förderung sauberer und energieeffizienter Straßenverkehrsfahrzeuge ins nationale Recht umgesetzt. Hinsichtlich der neuen Regelungen gibt der Beitrag einen strukturierten inhaltlichen Überblick und erläutert neben deren Anwendungsbereich und enthaltenen Schlüsselbegriffen auch angestrebte Ziele und Auswirkungen.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Absenkung der Anforderungen an Angebote - großzügige Auslegungen im Trend

Autor
Franzius, Ingo
Normen
§ 15 VOB/A
§ 7 VOB/A
§ 9 VOB/A
Gerichtsentscheidung
OLG München, Beschluss v0m 07.04. 2011 - Verg 5/11
Heft
8
Jahr
2011
Seite(n)
474-477
Titeldaten
  • Franzius, Ingo
  • NZBau - Neue Zeitschrift für Bau- und Vergaberecht
  • Heft 8/2011
    S.474-477
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 15 VOB/A, § 7 VOB/A, § 9 VOB/A

OLG München, Beschluss v0m 07.04. 2011 - Verg 5/11

Sven Tönnemann, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Der Verfasser kommentiert eine Entscheidung des OLG München (B. v. 7. 4. 2011 – Verg 5/11) zur Ausschreibung eines Autobahnausbaus als ÖPP-Modell. In dem zugrunde liegenden Sachverhalt habe ein Bieter nach Ansicht des Verfassers zwei einzureichende Formblätter unzureichend ausgefüllt. Das OLG sah dies anders und begründete dies mit der Mißverständlichkeit der Vergabeunterlagen. Weiterhin habe der Bieter Abweichungen von den geforderten technischen Spezifikationen ohne Gleichwertigkeitsnachweis angeboten. Auch hier nehme das OLG unzutreffend an, es handele sich nicht um eine Abweichung von den Vorgaben, da diese auf ein Regelwerk verweisen, in dem die Anforderung nicht zwingend formuliert sei. Schließlich habe die Vergabestelle unzulässigerweise die Grenzen der Aufklärung überschritten, da sie in der finalen Wertungsrunde dem Bieter bei unveränderter technischer Lösung nach dem Ergebnis der Aufklärung eine bessere Bewertung gegeben habe. Hier habe das OLG verkannt, dass zu diesem Zeitpunkt kein Raum für eine Aufklärung bestand und senke mit seiner Entscheidung insgesamt den Maßstab, den eine Vergabestelle bei Prüfung un Wertung anzulegen habe, ungewöhnlich deutlich ab.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Der Retter in der Not: Dienstleistungskonzession?

Autor
Braun, Christian
Normen
Art. 1 Abs. 4 Richtlinie 2004/18/EG
Art. 49 AEUV
Art. 56 AUEV
Art. 3 Abs. 1 GG
Art. 12 GG
Gerichtsentscheidung
EuGH, Urteil vom 10.3.2011 - C 274/09
Heft
7
Jahr
2011
Seite(n)
400-402
Titeldaten
  • Braun, Christian
  • NZBau - Neue Zeitschrift für Bau- und Vergaberecht
  • Heft 7/2011
    S.400-402
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Art. 1 Abs. 4 Richtlinie 2004/18/EG, Art. 49 AEUV, Art. 56 AUEV, Art. 3 Abs. 1 GG, Art. 12 GG

EuGH, Urteil vom 10.3.2011 - C 274/09

Sven Tönnemann, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Der Verfasser bespricht die Entscheidung "Rettungsdienst Stadler" des EuGH (Urteil vom 10.03.2011 - C 274/09) und setzt sich in diesem Zusammenhang mit den Anforderungen an die Vergabe von Dienstleistungskonzessionen auseinander. Die Voraussetzungen für das Vorliegen einer Dienstleistungskonzession seien hinreichend geklärt. Der Rechtsweg bei Rettungsdienstleistungskonzessionen sei nach Ansicht des Autors zu den Verwaltungsgerichten gegeben. Er weist darauf hin, dass die Vergabe von Dienstleistungskonzessionen nicht schrankenlos möglich sei, insbesondere bei Rettungsdienstleistungskonzessionen, da an ihnen grundsätzlich ein grenzüberschreitendes Interesse bestünde. Aus dem europäischen Primärrecht ergebe sich eine Verpflichtung zur Bekanntmachung der beabsichtigten Vergabe einer Konzession z.B. über Tenders European Daily. Das Verfahren müsse transparent und diskriminierungsfrei sein und der öffentliche Auftraggeber habe zudem allgemeine grundrechtliche Grundsätze zu beachten, bis hin zu einer Pflicht zur Vorinformation an unterlegene Bieter von zwei Wochen vor Vertragsschluss. Anders sei ein effektiver Primärrechtschutz nicht gewährleistet.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Kartellrecht in der GKV nach dem AMNOG – Praktische Auswirkungen und erste Erfahrungen

Autor
Holzmüller, Tobias
Normen
§ 1 GWB
§ 69 Abs. 1 SGB V
Heft
13
Jahr
2011
Seite(n)
485-493
Titeldaten
  • Holzmüller, Tobias
  • NZS - Neue Zeitschrift für Sozialrecht
  • Heft 13/2011
    S.485-493
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 1 GWB, § 69 Abs. 1 SGB V

Karsten Voigt, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Der Autor geht auf die Auswirkungen des § 69 Abs. 1 SGB V ein, der Teile des Kartellrechts als auf die Tätigkeit der gesetzlichen Krankenkassen anwendbar erklärt. Nach einer Einführung in den Gesetzgebungsprozess werden die praktischen Auswirkungen dargestellt, die § 1 GWB haben könnte. Hier wird deutlich, dass die Gesetzesänderung durch das AMNOG zu einer erheblichen Rechtsunklarheit geführt hat, die erst durch die Tätigkeit der Gerichte geklärt werden kann. In der Folge werden die verschiedenen Tätigkeiten der Krankenkassen untersucht, bei denen das Kartellrecht zur Anwendung kommen könnte, und zwar von der gemeinsamen Leistungsbeschaffung - auch auf Verbandsebene - bis hin zum Verhalten im Versichertenbereich (Absprachen unter mehreren Kassen, ob und wann ein Zusatzbeitrag erhoben wird). Der Verfasser kommt zu dem Ergebnis, dass vor allem im Bereich der Arzneimittelrabattverträge und der Hilfsmittelbeschaffung eine erhebliche Auswirkung zu erwarten sei. Insgesamt sieht er eine deutliche Erhöhung der Rechtsunsicherheit auf die Krankenkassen zukommen.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Auftragsvergaben aus Drittmitteln der Universität

Autor
Reindl, Kurt
Heft
10
Jahr
2011
Seite(n)
94-109
Titeldaten
  • Reindl, Kurt
  • zfhr - Zeitschrift für Hochschulrecht, Hochschulmanagement und Hochschulpolitik
  • Heft 10/2011
    S.94-109
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

RA Mag. Robert Ertl, Breitenfeld Rechtsanwälte GmbH & Co KG, Wien
Abstract
Organisationseinheiten von Universitäten sind gesetzlich bevollmächtigt, im Namen der Universität Drittmittel zu akquirieren und diese auch für Beschaffungen zu verwenden. Die Organisations- bzw. Projektleiter haben dabei nicht nur die organisationsrechtlichen Bindungen des UOG, sondern auch die Bindung an das BVergG 2006 zu berücksichtigen. Der Autor konzentriert sich in seinem Beitrag insbesondere auf die Darstellung der Direktvergabe, da es sich bei diesen Beschaffungen zum größten Teil um Vergaben mit einem relativ geringen Auftragswert handelt. Gut strukturiert geht er dabei auf alle zu beachtenden Aspekte ein, um sich abschließend mit den möglichen Folgen von rechtswidrigen Vergaben auseinanderzusetzen.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Business Improvement Districs: Sanierung durch Private im öffentlichen Raum. Ein Konzept für Österreich?

Autor
Storr, Stefan
Heft
2
Jahr
2011
Seite(n)
167-189
Titeldaten
  • Storr, Stefan
  • ZÖR - Zeitschrift für öffentliches Recht
  • Heft 2/2011
    S.167-189
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

RA Mag. Robert Ertl, Breitenfeld Rechtsanwälte GmbH & Co KG, Wien
Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Möglichkeit eines „Business Improvement Districs“ für die Deckung des Sanierungsbedarfs von Städten. Nach diesem System arbeiten Geschäftsleute oder Grundstückseigentümer auf eigene Initiative ein Sanierungskonzept für einen räumlich klar definierten innerstädtischen Bereich (sogenannte BID) nach ihren Entwicklungsvorstellungen unter Berücksichtigung der erforderlichen Finanzierung aus. Die jeweiligen Gebietskörperschaften heben sodann Zwangsabgaben zur Finanzierung des Projekts und bezahlen damit die Projektabwicklung. Dieses aus Amerika stammende Konzept wird nun auch in Deutschland immer öfter zur Anwendung gebracht. In Österreich hingegen wird dieses Konzept als verfassungswidrig und nicht praktikabel bezeichnet. Der Autor untersucht in seinem Beitrag unter anderem das BID-Konzept unter dem Gesichtspunkt eines ausschreibungspflichtigen öffentlichen Auftrags und kommt zu dem Schluss, dass aufgrund der zahlreichen schwierigen Abgrenzungsfragen dies in der Praxis im Rahmen einer Einzelfallprüfung zu entscheiden sein wird.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja