Algerisches Vergaberecht in der Praxis

Autor
Daun, Martin
Jansen, Justus
Heft
6
Jahr
2011
Seite(n)
377-389
Titeldaten
  • Daun, Martin; Jansen, Justus
  • RIW - Recht der Internationalen Wirtschaft
  • Heft 6/2011
    S.377-389
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Robert Thiele, MBA, BMDS, Berlin
Abstract
Einleitend zeigen die Verfasser das wirtschaftliche Umfeld und die Bedeutung Algeriens als Handelspartner für Deutschland auf. Anschließend skizzieren sie die Rechtsquellen des algerischen Vergaberechts und beschreiben umfassend das algerische Vergabeverfahrensrecht. Dabei fallen in den Kernbereichen immer wieder deutliche Parallelen zum deutschen Vergaberecht auf. Eine interessante Besonderheit stellt die sog 25% Marge dar. Hierbei wird bei der Wertung der Angebote auf den Brutto-Angebotspreis ausländischer Bieter ein Aufschlag von 25% hinzuaddiert. Ziel dieser Regelung ist die Förderung von algerischen Bietern oder Bietern mit algerischer Beteiligung, bzw. von Angeboten mit algerischem Bezug. Anschließend stellen sie ausführlich die Besonderheiten der Regelungen zur Vertragsgestaltung dar.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Nebenangebote und Zuschlagskriterien: Das Offensichtliche (v)erkannt?

Autor
Kues, Jarl-Hendrik
Kirch, Thomas
Normen
Art. 24 Abs. 1 RL/2004/18/EG
Art. 36 Abs. 1 RL/2004/17/EG
Gerichtsentscheidung
OLG Düsseldorf, Beschluss vom 07.01.2010 - VII-Verg 61/09
OLG Düsseldorf, Beschluss vom 23.03.2010 - VII-Verg 61/09
OLG Schleswig, Beschluss vom 15.04.2011 - 1 Verg 10/10
Heft
6
Jahr
2011
Seite(n)
335-339
Titeldaten
  • Kues, Jarl-Hendrik; Kirch, Thomas
  • NZBau - Neue Zeitschrift für Bau- und Vergaberecht
  • Heft 6/2011
    S.335-339
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Art. 24 Abs. 1 RL/2004/18/EG, Art. 36 Abs. 1 RL/2004/17/EG

OLG Düsseldorf, Beschluss vom 07.01.2010 - VII-Verg 61/09, OLG Düsseldorf, Beschluss vom 23.03.2010 - VII-Verg 61/09, OLG Schleswig, Beschluss vom 15.04.2011 - 1 Verg 10/10

Jan Sulk, AOK-Bundesverband, Berlin
Abstract
Der Aufsatz beschäftigt sich mit der Zulassung von Nebenangeboten im Fällen in denen der Preises einziges Zuschlagskriterium ist. Gegenübergestellt werden die Rechtsprechung des OLG Düsseldorf, welches Nebenangebote in diesem Fall mit Rückgriff auf den Wortlaut der SKR und VKR ausschließt und eine aktuelle Entscheidung des OLG Schleswig, welche sich an der „ursprünglich gelebten Praxis, Nebenangebote zuzulassen […]“ orientiert. Nach einer Analyse der europäischen Vergaberichtlinien hinsichtlich Wortlaut, Systematik, teleologischen Erwägungen und der „Traunfeller-Entscheidung“ des EuGH kommen die Autoren zu dem Schluss, dass Nebenangebote im genannten Zusammenhang nicht berücksichtigt werden dürfen und zeigen abschließend mögliche Folgen insbesondere hinsichtlich der sog. „Gleichwertigkeitsprüfung“ auf.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Arbeits- und Vergaberecht

Autor
Frenz, Walter
Normen
§ 97 Abs. 4 GWB
Gerichtsentscheidung
EuGH, Urteil vom 15.07.2010, C-271/08
Heft
4
Jahr
2011
Seite(n)
550-553
Titeldaten
  • Frenz, Walter
  • VergabeR - Vergaberecht
  • Heft 4/2011
    S.550-553
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 97 Abs. 4 GWB

EuGH, Urteil vom 15.07.2010, C-271/08

Sven Tönnemann, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Ausgehend von der Entscheidung des EuGH zur Direktvergabe von Dienstleistungsverträgen über die betriebliche Altersversorgung betrachtet der Verfasser die Vereinbarkeit von arbeitsrechtlichen mit vergaberechtlichen Regelungen. Zunächst wird festgestellt, dass das Grundrecht auf Kollektivverhandlung mit den Erfordernissen der Freiheit der Niederlassung und des Dienstleistungsverkehrs im Konfliktfall verhältnismäßig auszugleichen seien. Dies könne dadurch geschehen, dass die tarifvertraglichen Anforderungen in eine entsprechende Ausschreibung aufgenommen werden. An der Ausschreibungsverpflichtung ändere sich auch dadurch nichts, dass der öffentliche Auftraggeber als Entgelt an den Auftragnehmer nur einbehaltene Bezüge seiner Arbeitnehmer zahle, da er dadurch eine ihm auferlegte tarifvertragliche Verpflichtung erfülle. Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass Tarifverträge die Grundfreiheiten und damit das Vergaberecht nicht ausschließen.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Soziale Vergabekriterien im Spiegel aktueller Judikatur von EuGH und BVerfG

Autor
Frenz, Walter
Normen
Art. 26 RL 2004/18/EG
Art. 38 RL 2004/17/EG
§ 97 IV GWB
Heft
9
Jahr
2011
Seite(n)
321-326
Titeldaten
  • Frenz, Walter
  • NZS - Neue Zeitschrift für Sozialrecht
  • Heft 9/2011
    S.321-326
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Art. 26 RL 2004/18/EG, Art. 38 RL 2004/17/EG, § 97 IV GWB

Sven Tönnemann, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Der Autor untersucht die Zulässigkeit vergabefremder Kriterien im sozialen Bereich. Hierzu legt er zunächst die engen Grenzen von Ausschlussgründen dar und zeigt auf, dass Tariftreueklauseln nicht durch die in § 97 Abs. 4 GWB eingeführte Gesetzestreue durchgesetzt werden könnten. Sodann prüft er, unter welchen Bedingungen soziale Kriterien wie Bekämpfung der Arbeitslosigkeit oder die Frauenförderung als Leistungskriterien herangezogen werden dürfen. Hierbei komme es insbesondere drauf an, dass ein Auftragsbezug bestehe und es sich nicht um rein nationale soziale Zielsetzungen handele. Schließlich begründet er unter Berücksichtigung der Entsenderichtlinie und der "Rüffert"-Entscheidung des EuGH, dass Tariftreueklauseln weiterhin regelmäßig unzulässig seien. In der Regel gehen diese über die bloße Absicherung von Mindeststandards hinaus. Zudem fehle es ihnen an der erforderlichen allgemeinen Wirkung.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Energieeffizienz im Vergaberecht

Untertitel
Beschaffung umweltgerechter IT-Leistungen
Autor
Bischof, Elke
Normen
§ 97 Abs. 4 GWB
§ 8 Abs. 5 VOL/A-EG
Heft
6
Jahr
2011
Seite(n)
140-143
Titeldaten
  • Bischof, Elke
  • ITRB - Der IT Rechtsberater
  • Heft 6/2011
    S.140-143
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 97 Abs. 4 GWB, § 8 Abs. 5 VOL/A-EG

Sven Tönnemann, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Die Autorin erläutert zunächst die Hintergründe der umweltgerechten und energieeffizienten Beschaffung und den nationalen rechtlichen Rahmen. Die Einbindung der Energieffizienz könne an verschiedenen Stellen in der Ausschreibung erfolgen, so bereits schon in der Vergabebekanntmachung, in der Leistungsbeschreibung oder bei den Zuschlagskriterien. Im nachfolgenden Hauptteil wird auf die Gestaltungmöglichekiten der Leistungsbeschreibung eingegangen um dort entsprechende Anforderungen zum Beispiel anhand von Umweltzeichen zu berücksichtigen und zu formulieren. Schließlich erläutert die Autorin, wie diese Anforderungen ihren Niederschlag in den Zuschlagskriterien und den vertraglichen Bestimmungen finden sollten. Abschließend hält sie fest, dass die Beschaffung energieeffizienter und umweltschonender Geräte in jeder Hinsicht zu begrüßen sei und das Vergaberecht die hierfür notwendigen Instrumente schon jetzt bereithalte.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Die Beurteilung von Einkaufskooperationen gemäß Art. 101 Abs. 1 und Abs. 3 AEUV

Autor
Säcker, Franz Jürgen
Mohr, Jochen
Normen
Art. 101 Abs. 1 AEUV
Art. 101 Abs. 3 AEUV
Heft
7
Jahr
2011
Seite(n)
793-808
Titeldaten
  • Säcker, Franz Jürgen; Mohr, Jochen
  • wrp - Wettbewerb in Recht und Praxis
  • Heft 7/2011
    S.793-808
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Art. 101 Abs. 1 AEUV, Art. 101 Abs. 3 AEUV

Felix Zimmermann, Beschaffungsamt des BMI, Bonn
Abstract
In einem sehr profunden, vorbildlich gegliederten und mit einer dissertationsverdächtigen Anzahl an Belegen versehenen wissenschaftlichen Aufsatz beleuchten die Autoren die wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit von Einkaufskooperationen nach Art. 101 Abs. 1, Abs. 3 AEUV. Zunächst führen sie in die Problemstellung ein und differenzieren die unterschiedlichen Wettbewerbsverhältnisse der beteiligten Akteure als Grundlage für ihre weiteren Ausführungen. Daraufhin erörtern sie die wettbewerbstheoretische Zulässigkeit von Einkaufskooperationen und das Bestehen von Wettbewerbsbeschränkungen im Lichte des Art. 101 Abs. 1 AEUV. Die Autoren unterschieden dabei das Vertikalverhältnis der Einkaufskooperation zu den Lieferanten, das Horizontalverhältnis zu den übrigen Wettbewerbern und das Vertikalverhältnis zu den Gesellschaftern der Einkaufskooperation selbst. Schließlich werden die Voraussetzungen des Freistellungstatbestandes Art. 101 Abs. 3 AEUV besprochen. Die Autoren gelangen zu dem Ergebnis, dass Art. 101 Abs. 1 AEUV und § 1 GWB einer Einkaufskooperation nicht im Wege stehen, wenn diese erst etwa durch die Skaleneffekte der Kooperation in die Lage versetzt wird, effektiv als Wettbewerber im eigenen Absatzmarkt aufzutreten. Wird für die Beschaffungs- und Absatzseite ein Marktanteil von 15% nicht erreicht, so läge eine materielle Wettbewerbsbeschränkung nach Art. 101 Abs. 1 AEUV grundsätzlich nicht vor. Ab 15% Marktanteil wäre dann zudem eine Freistellung nach Art. 101 Abs. 3 AEUV nicht denkbar.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Vergaberechtliche Fragen der Einrichtung von GeoTLDs

Untertitel
Notwendigkeit eines transparenten Auswahlverfahrens
Autor
Maaßen, Stefan
Schreiber, Kristina
Heft
6
Jahr
2011
Seite(n)
363-367
Titeldaten
  • Maaßen, Stefan; Schreiber, Kristina
  • MMR - MultiMedia und Recht
  • Heft 6/2011
    S.363-367
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Felix Zimmermann, Beschaffungsamt des BMI, Bonn
Abstract
Für die bevorstehende Einführung neuer Top-Level-Domains (TLD) mit geografisch bezogenen Endungen wie etwa „.koeln“ oder „.berlin“ stellt die zuständige Registrierungsorganisation ICANN besondere Bedingungen. Unternehmen, die sich für die Vermarktung aller unterhalb der jeweiligen TLD stehenden Domains (z.B. „forum-vergabe.berlin“) bewerben benötigen von der betroffenen Gebietskörperschaft eine Einwilligung in Form eines „Letter of Support“ bzw. „Letter of Non-Objection“. Damit stellt sich hinsichtlich der Mitwirkungshandlung der Gebietskörperschaft die Frage der vergaberechtlichen Bedeutung. Diese wird von den Autoren mit ihrem Beitrag näher beleuchtet. Sie sind der Ansicht, dass es sich aufgrund der Einräumung ausschließlicher Rechte und der Übernahme des Betriebsrisikos durch den Betreiber um die Vergabe einer Dienstleistungskonzession handelt. Diese sei unter Berücksichtigung der europarechtlichen Grundfreiheiten, insbesondere den Grundsätzen der Gleichbehandlung und Transparenz zu vergeben. Die Autoren diskutieren die spezifischen Erforderlichkeiten hinsichtlich TLDs und erläutern die Rechtsfolgen, die aus einem rechtsfehlerhaften Verfahren erwachsen könnten.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

14. Badenweiler Gespräche des forum vergabe e. V.

Autor
Rechten, Stephan
Heft
6
Jahr
2011
Seite(n)
344-348
Titeldaten
  • Rechten, Stephan
  • NZBau - Neue Zeitschrift für Bau- und Vergaberecht
  • Heft 6/2011
    S.344-348
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Christine , forum vergabe e.V. , Berlin
Abstract
Der Verfasser berichtet über die 14. Badenweiler Gespräche des forum vergabe e.V., welche vom 6. bis zum 8. Oktober 2010 im gleichnamigen Ort Badenweiler stattfanden. Dabei stellt er die teilnehmende Experten, ihre Themen und Auffassungen vor und gibt so dem Leser einen guten Einblick in wichtige aktuelle vergaberechtliche Themen und damit verbundene Problemstellungen.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Die Vergabe von Leistungen im Schienenpersonennahverkehr in neuem Licht?

Autor
Schröder, Holger
Saxinger, Andreas Saxinger
Normen
§ 15 Abs. 2 AEG
Art. 5 Abs. 6 VO 1370/2007
§ 100 Abs. 2 GWB
§ 4 Abs. 3 VgV
Art. 5 Abs. 1 Satz 1 VO 1370/2007
Gerichtsentscheidung
BGH, Beschluss vom 08.02.2011 - X ZB 4/10
Heft
4
Jahr
2011
Seite(n)
553-561
Titeldaten
  • Schröder, Holger; Saxinger, Andreas Saxinger
  • VergabeR - Vergaberecht
  • Heft 4/2011
    S.553-561
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 15 Abs. 2 AEG, Art. 5 Abs. 6 VO 1370/2007, § 100 Abs. 2 GWB, § 4 Abs. 3 VgV, Art. 5 Abs. 1 Satz 1 VO 1370/2007

BGH, Beschluss vom 08.02.2011 - X ZB 4/10

Stefan Bahrenberg , Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) , Köln
Abstract
Der Beitrag stellt die tragenden Gründe der Entscheidung des BGH, Beschluss vom 08.02.2011 - X ZB 4/10, zur Frage der Anwendung des Vergaberechts auf die Vergabe von Leistungen im Schienenpersonennahverkehr eingehend dar. Auf Basis dieser Darstellung leiten die Autoren die sich aus ihrer Sicht ergebenden Folgen für das Vergaberegime in diesem Bereich ab. Insbesondere gehen sie dabei auf das Verhältnis des Allgemeinen Eisenbahngesetzes zum Vergebaberecht, die Bedeutung der VO 1370/2007 sowie auf den Anwendungsbereich von Dienstleistungskonzessionen im Bereich des Schienenpersonennahverkehrs ein.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja