Tariftreue vor dem EuGH
Untertitel
Vergabefremde Zielsetzungen öffentlicher Auftraggeber als Problem gemeinschaftskonformer Vertragsgestaltung – zugleich Besprechung EuGH v. 3.4.2008 – RS C-346/06, ZIP 2008, 1288 – Rüffert
Gerichtsentscheidung
EuGH, Urteil vom 03.04.2008 - C-346/06
Zeitschrift
Heft
32
Jahr
2008
Seite(n)
1455-1463
Titeldaten
- ZIP - Zeitschrift für Wirtschaftsrecht
-
Heft 32/2008
S.1455-1463
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz
EuGH, Urteil vom 03.04.2008 - C-346/06
Christine
, forum vergabe e.V.
, Berlin
Abstract
Ausgehend von der Rüffert-Entscheidung des EuGH vom 3.4.2008 – Rs. C – 346/06 – untersucht der Verfasser, ob die Tariftreue eines Bieters Eignungs- oder Zuschlagskriterium sein kann und wie die Tariftreueregelung im Rüffert-Fall ausgestaltet war. Er beleuchtet in diesem Zusammenhang u.a. Vorschriften des Kapitels IV der VKR, ferner die Entwurfsfassung des neuen § 97 Abs. 4 S. 2 GWB, die der Umsetzung von Art. 26 VKR dient und erörtert, inwiefern die Forderung nach Tariftreue eine Einschränkung der Dienstleistungsfreiheit bedeutet. Sein Fazit: Die Sicherung eines auskömmlichen Entgeltniveaus ist Aufgabe des Gesetzgebers und nicht die der regionalen Vergabepolitik. Außerdem sei die im Referentenentwurf vorgeschlagene Umsetzung des Art. 26 VKR nicht richtlinienkonform.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja