Die Vergabe von Sicherheitsdienstleistungen

Autor
Probst, Peter
Rechten, Stephan
Heft
6
Jahr
2010
Seite(n)
346-350
Titeldaten
  • Probst, Peter; Rechten, Stephan
  • NVWZ - Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht
  • Heft 6/2010
    S.346-350
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Robert Thiele, MBA, BMDS, Berlin
Abstract
Die Verfasser erörtern die Anwendbarkeit des Kartellvergaberechts auf die Vergabe von Sicherheitsdienstleistungen, die Notwendigkeit einer anforderungsgerechten Eignungsprüfung und die Ermittlung des „besten“, d.h. wirtschaftlichsten Angebotes in diesem Bereich. Dabei untersuchen sie, welche Dienstleistungen im Sicherheitsbereich als sog. nachrangige Dienstleistungen einzustufen sind, wann sich eine europaweite Bekanntmachung dieser nachrangigen Dienstleistungen empfiehlt, welche Anforderungen an die Eignung der Bieter von Sicherheitsdienstleistungen zu stellen sind und die Zulässigkeit der Forderung der Auftraggeber nach einer Tariftreueerklärung oder Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns. Die Verfasser bemängeln, dass seitens der Auftraggeber Beurteilungsspielräume häufig nicht genutzt werden und der Preis oftmals als einziges und ausschlaggebendes Kriterium angesehen wird. Dabei obliege es dem Auftraggeber, sich anhand der verfügbaren Quellen das Know-how zur ordnungsgemäßen Beschaffung von Sicherheitsdienstleistungen anzueignen.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

„Perspektiven des Vergaberechts“ am 03.03.2010 in Berlin

Autor
Nikol, Ralph
Heft
5
Jahr
2010
Seite(n)
197-198
Titeldaten
  • Nikol, Ralph
  • GewArch - Gewerbe Archiv
  • Heft 5/2010
    S.197-198
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Dr. Anne Bartsch, Referentin im BMUB, Berlin
Abstract
Der Autor fasst die Inhalte des Workshops „Perspektiven des Vergaberechts“, veranstaltet in Berlin vom forum vergabe e. V., zusammen und ordnet den Vortragenden deren entsprechende Beiträge zu. So werden u. a. die Vorträge von Dr. Matthias Knauff zur Thematik des nationalen Kaskadensystems, oder von Dr. Waldmann und Prof. Kühling zu vergabefremden Zwecken, aufgeführt und kurz wiedergegeben.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Altaufträge im Personenbeförderungsrecht und die Übergangsregelung der neuen Verordnung 1370/2007/EG

Autor
Linke, Benjamin
Normen
Art. 8 VO (EG) 1370/2007
Heft
4
Jahr
2010
Seite(n)
207-210
Titeldaten
  • Linke, Benjamin
  • NZBau - Neue Zeitschrift für Bau- und Vergaberecht
  • Heft 4/2010
    S.207-210
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Art. 8 VO (EG) 1370/2007

Robert Thiele, MBA, BMDS, Berlin
Abstract
Der Verfasser untersucht die Übergangsregelungen der VO 1370/2007 EG. Dabei geht er der Frage nach, ob während des Übergangszeitraumes neue vergaberechtliche Anforderungen an die Vergabe von Aufträgen öffentlichen Personenverkehr gestellt werden. Daneben zeigt er auf, dass die Übergangsregelung nicht die beihilferechtlichen Regelungen erfasst und prüft inwieweit sich hierdurch höhere beihilferechtliche Anforderungen ergeben. Er kommt zu dem Ergebnis, dass während des Übergangszeitraums aufgrund der umfassenden Dispensierung der Vergaberechtsvorschriften durch Art. 8 der VO 1370/2007 keine großen Veränderungen hinsichtlich der vergaberechtlichen Anforderungen zu erwarten sind. Die neuen beihilferechtlichen Anforderungen würden nur unwesentlich von den bereits zu beachtenden Kriterien abweichen, sodass auch hier keine großen Veränderungen zu erwarten seien.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Die horizontale In-house-Vergabe

Autor
Lahann, Tilmann
Heft
1
Jahr
2010
Seite(n)
41-77
Titeldaten
  • Lahann, Tilmann
  • ZEuS - Zeitschrift für europarechtliche Studien
  • Heft 1/2010
    S.41-77
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Robert Thiele, MBA, BMDS, Berlin
Abstract
Zunächst stellt der Verfasser vertikale In-House-Konstellationen dar und arbeitet unter Zugrundelegung der Rechtsprechung des EuGH die Voraussetzungen für die vergaberechtsfreie In-House-Vergabe heraus. Anschließend untersucht er inwieweit diese Voraussetzungen auch auf horizontale In-House-Konstellationen anwendbar sind. Dabei steht das Kontrollkriterium im Mittelpunkt der Betrachtung. Der Verfasser spricht sich dafür aus, bei horizontale In-House-Geschäften vom diesem Kriterium abzurücken. Davon ausgehend kommt er zu dem Ergebnis, dass horizontale In-House-Vergaben von den Anforderungen des Europäischen Vergaberechts auszunehmen seien, wenn es an einer Marktausrichtung des Auftragnehmers fehlt.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Wettbewerb statt Formalismus

Untertitel
Der Umgang mit unvollständigen Angeboten nach der VOB/A 2009, VOL/A 2009
Autor
Kirch, Thomas
Leinemann, Eva Dorothee
Normen
§ 16 Abs. 1 lit c) VOB/A
§ 16 Abs. 3 VOB/A
§ 19 EG Abs. 2 VOL/A
Zeitschrift
Heft
4
Jahr
2010
Seite(n)
38-41
Titeldaten
  • Kirch, Thomas; Leinemann, Eva Dorothee
  • Vergabe News
  • Heft 4/2010
    S.38-41
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 16 Abs. 1 lit c) VOB/A, § 16 Abs. 3 VOB/A, § 19 EG Abs. 2 VOL/A

Felix Zimmermann, Beschaffungsamt des BMI, Bonn
Abstract
Unter dem Regime der neuen Vergabeordnungen müssen Bieter nicht mehr zwingend ausgeschlossen werden, wenn sie ihre Angebote nur unvollständig eingereicht haben. Der Beitrag bespricht das neue Instrument der fristgebundenen Nachforderung von Nachweisen und Erklärungen und geht dabei auf die jeweiligen Besonderheiten der VOB/A und der VOL/A ein. Während die VOB/A der Behörde keinerlei Entscheidung über das „ob“ einer Nachforderung einräumt – die Nachforderung muss immer erfolgen – kann die Behörde im Rahmen von VOL/A-Vergaben im freien Ermessen über eine Nachforderung entscheiden. Die Autoren zeigen auf, welche Ermessenfehler in der Entscheidung lauern können und geben praxisgerechte Verhaltenshinweise. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Ausführungen zu fehlenden Preisangaben, deren Nachforderung besonders geregelt ist und im Einzelfall erhebliche wettbewerbsrechtliche Folgefragen aufwerfen kann.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Informationsfreiheit und Vergaberecht

Autor
Just, Christoph
Sailer, Daniel
Normen
§ 111 GWB
§ 1 IFG
§ 6 IFG
Heft
7
Jahr
2010
Seite(n)
418-424
Titeldaten
  • Just, Christoph; Sailer, Daniel
  • DVBl - Deutsches Verwaltungsblatt
  • Heft 7/2010
    S.418-424
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 111 GWB, § 1 IFG, § 6 IFG

Sven Tönnemann, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Die Autoren gehen der Frage nach, inwieweit der Informationsanspruch aus dem Informationsfreiheitsgesetz mit dem Grundsatz des Geheimwettbewerbs im Vergaberecht in Einklang zu bringen ist. Sie unterteilen den Gang der Untersuchung in Vergaben ober- und unterhalb der Schwellenwerte und zwar während eines Vergabeverfahrens, während eines Nachprüfungsverfahrens und nach einem Nachprüfungsverfahren. Nur nach einem Nachprüfungsverfahren bestehe ein Informationsanspruch aus § 1 IFG, wobei einer erfolgreichen Durchsetzung der Schutz von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen aus § 6 IFG entgegen stünde. In den übrigen genannten Zeiträumen sei aufgrund einer erforderlichen teleologischen Reduktion ein Informationsanspruch aus dem IFG nicht gegeben.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Die Vergaberechtsgebundenheit von Kammern und ihrer Einrichtungen

Untertitel
Kammern, Kammerunternehmen und Dachverbände im Lichte des § 98 GWB
Autor
Heyne, Karolin
Normen
§ 98 Nr. 2 GWB
§ 98 Nr. 3 GWB
Heft
3
Jahr
2010
Seite(n)
108-111
Titeldaten
  • Heyne, Karolin
  • GewArch - Gewerbe Archiv
  • Heft 3/2010
    S.108-111
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 98 Nr. 2 GWB, § 98 Nr. 3 GWB

Robert Thiele, MBA, BMDS, Berlin
Abstract
Im ersten Teil ihrer Abhandlung (GewArch 2/2010, S. 54-59) untersuchte die Verfasserin die Auftraggebereigenschaft von Kammern und kammereigenen Einrichtungen. Daneben ging sie auch auf Aspekte der In-House-Vergabe ein. Im zweiten Teil der Abhandlung befasst sie sich mit der Auftraggebereigenschaft von Versorgungswerken und den Dachverbänden der Kammern. Sie arbeitet heraus, dass auch die freiwilligen Mitgliedschaften in den Versorgungswerken keine gewerbliche Tätigkeit dieser Einrichtungen begründen würden. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die Versorgungswerke öffentliche Auftraggeber im Sinne von § 98 Nr. 2 GWB sind. Anschließend behandelt sie die Auftraggebereigenschaft der Dachverbände und Spitzenorganisationen. Dabei untersucht sie zunächst inwieweit diese die Voraussetzungen des § 98 Nr. 2 GWB erfüllen. Hierbei steht das Merkmal „der Staatsaufsicht“ im Mittelpunkt der Betrachtung. Anschließend geht sie auf die Auftraggebereigenschaft nach § 98 Nr. 3 GWB ein. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass Dachverbände und Spitzen-organisationen der Kammern mit Ausnahme der Bundesärztekammer öffentliche Auftraggeber im Sinne von § 98 Nr. 2 GWB seien. Die Bundesärztekammer hingegen sei öffentliche Auftraggeber nach § 98 Nr. 3 GWB.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Die Vergabe von sicherheitsrelevanten Aufträgen

Autor
Herrmann, Marco
Polster, Julian
Normen
§ 100 Abs. 2 lit. d GWB
§ 115 GWB
§ 35 Abs. 1 SÜG
Heft
6
Jahr
2010
Seite(n)
341-346
Titeldaten
  • Herrmann, Marco; Polster, Julian
  • NVWZ - Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht
  • Heft 6/2010
    S.341-346
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 100 Abs. 2 lit. d GWB, § 115 GWB, § 35 Abs. 1 SÜG

Christine , forum vergabe e.V. , Berlin
Abstract
Die Verfasser untersuchen die zur Unanwendbarkeit des Kartellvergaberechts führenden Tatbestandsalternativen des § 100 Abs. 2 lit. d GWB. Sie gehen dabei auf Normen des Sicherheitsüberprüfungsgesetzes (SÜG) und der auf der Grundlage des § 35 Abs. 1 SÜG erlassenen Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum materiellen und organisatorischen Schutz von Verschlusssachen (VSA) ein und diskutieren u.a., ob die Ausnahme des § 100 Abs. 2 lit. d sublit. bb GWB bereits dann eingreift, wenn sich aus den einschlägigen Rechts- und Verwaltungsvorschriften eine Notwendigkeit zur Durchführung besonderer Sicherheitsmaßnahmen bei der Auftragsausführung ergibt oder ob darüber hinaus eine Abwägung zwischen den staatlichen Sicherheitsinteressen und den Bieterinteressen stattfinden muss. Sie stellen fest, dass öffentliche Auftraggeber bei der Vergabe von sicherheitssensiblen Aufträgen grundsätzlich den Bindungen des primären Gemeinschaftsrechts, des Verfassungsrechts und des Haushaltsrechts unterliegen, gehen auf die neue Regelung des § 115 GWB ein und stellen die Richtlinie 2009/81/EG vom 21.08.2009 über die Koordinierung der Verfahren zur Vergabe bestimmter Bau-, Liefer- und Dienstleistungsaufträge in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit vor.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Primärrechtsschutz bei Vergaben im Unterschwellenbereich

Autor
Hänsel, Tobias
Flache Christian
Normen
§ 311 Abs. 2 BGB
§ 280 Abs. 1 BGB
§ 935 ZPO
§ 241Abs. 1 S. 2 BGB
Gerichtsentscheidung
OLG Düsseldorf, Beschluss vom 13.01.2010 - I-27 U 1/09
Heft
6
Jahr
2010
Seite(n)
172-173
Titeldaten
  • Hänsel, Tobias; Flache Christian
  • NJW Spezial - Neue Juristische Wochenschrift
  • Heft 6/2010
    S.172-173
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 311 Abs. 2 BGB, § 280 Abs. 1 BGB, § 935 ZPO, § 241Abs. 1 S. 2 BGB

OLG Düsseldorf, Beschluss vom 13.01.2010 - I-27 U 1/09

Dr. Anne Bartsch, Referentin im BMUB, Berlin
Abstract
Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, welche Rechtsschutzmöglichkeiten einem Bieter bei Vergaben unterhalb der Schwellenwerte offen stehen, wobei insbesondere die Rolle der Zivilgerichte betrachtet wird. Dabei wird nach einer kurzen Zusammenfassung der bisherigen diesbezüglichen Rechtsprechung die Entscheidung des OLG Düsseldorf (13.01.2010, Az. I-27 U 1/09) besprochen, welche konstatiert, dass Primärrechtsschutz unterhalb der Schwellenwerte bei jeglichem vergaberechtlichen Verstoß des Auftraggebers zu gewähren sei, und nicht erst bei Willkür, wie zuvor anderweitig entschieden.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja