Die neue Rechtsprechung des BGH zum Vergabeverfahrensrisiko

Autor
Leinemann, Ralf
Normen
§ 2 Nr. 5 VOB/B
§ 313 BGB
§ 311 Abs. 2 BGB
§ 280 BGB
Heft
8
Jahr
2010
Seite(n)
471-476
Titeldaten
  • Leinemann, Ralf
  • NJW - Neue Juristische Wochenschrift
  • Heft 8/2010
    S.471-476
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 2 Nr. 5 VOB/B, § 313 BGB, § 311 Abs. 2 BGB, § 280 BGB

Dr. Anne Bartsch, Referentin im BMUB, Berlin
Abstract
Im Jahre 2009 traf der BGH insgesamt vier Entscheidungen (Grundsatzentscheidung v. 11.05.2009; drei Entscheidungen v. 10.09.2009) zum sog. Vergabeverfahrensrisiko, d. h. zur Frage, ob das Risiko einer Kostensteigerung während des Zeitraums einer Zuschlagsverzögerung vom Auftraggeber oder Bieter getragen werden müsse. Nach einer kurzen Problemdarstellung und -diskussion geht der Autor auf die angesprochenen Urteile ein und erörtert diese problembezogen. Laut BGH liege das Vergabeverfahrensrisiko beim Auftraggeber, soweit auch eine Verschiebung der Ausführungsfristen durch die Zuschlagsverzögerung eingetreten ist.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Inhalt und Reichweite des Begriffs der Gesetzestreue in § 97 Abs. 4 GWB 2009

Autor
Kus, Alexander
Normen
§ 97 Abs. 4 GWB
Heft
2a
Jahr
2010
Seite(n)
321-328
Titeldaten
  • Kus, Alexander
  • VergabeR - Vergaberecht
  • Heft 2a/2010
    S.321-328
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 97 Abs. 4 GWB

Sonja van der Ploeg, AOK-Bundesverband, Berlin
Abstract
Der Verfasser untersucht in seinem Beitrag die Bedeutung des Begriffs der Gesetztestreue des § 97 Abs. 4 GWB. Hierzu zieht er sowohl den Willen des Gesetzgebers als auch die Gesetzessystematik und letztendlich eine europarechtskonforme Auslegung heran. Exemplarisch veranschaulicht der Autor die Begrifflichkeit anhand der Thematik der Tariftreue. Als wesentlich stellt er hierbei heraus, dass durch § 97 Abs. 4 GWB keine über die VKR hinausgehenden Ausschlusstatbestände geschaffen werden sollten. Darüber hinaus wird noch auf das Spannungsverhältnis des Satzes 3 und 4 des § 97 Abs. 4 GWB eingegangen.
Rezension abgeschlossen
ja

Speyerer Vergaberechtstage 2009

Autor
Köster, Bernd
Klein, Benjamin
Heft
5
Jahr
2010
Seite(n)
398-300
Titeldaten
  • Köster, Bernd; Klein, Benjamin
  • DVBl - Deutsches Verwaltungsblatt
  • Heft 5/2010
    S.398-300
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Robert Thiele, MBA, BMDS, Berlin
Abstract
Die Verfasser berichten über die Speyerer Vergaberechtstage 2009. Dabei geben sie einen kurzen Einblick in die Tagungsbeiträge.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Die neuen EVB-IT Systemlieferung

Untertitel
Eine Vorstellung ausgewählter Regelungen im Vergleich mit den EVB-IT System
Autor
Keller-Stoltenhoff, Elisabeth
Müller, Norman
Spitzer, Patrick
Heft
3
Jahr
2010
Seite(n)
147-153
Titeldaten
  • Keller-Stoltenhoff, Elisabeth; Müller, Norman; Spitzer, Patrick
  • CR - Computer und Recht
  • Heft 3/2010
    S.147-153
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Felix Zimmermann, Beschaffungsamt des BMI, Bonn
Abstract
Nach einer zweijährigen Abstimmungsphase hat die Öffentliche Hand unter Federführung des BMI die neuen EVB-IT Systemlieferung im Februar 2010 veröffentlicht. Das insgesamt dem Kaufrecht unterstellte Regelwerk findet in Abgrenzung zu den EVB-IT System dann Anwendung, wenn der Leistungsschwerpunkt weniger in der individuellen Anpassung und Konfiguration zu finden sondern vielmehr in der Lieferung zu sehen ist. Der Beitrag gibt zunächst einen systematischen Rundumblick und geht im weiteren Fortgang tiefer auf ausgewählte einzelne Regelungsbereiche ein wie z.B. Art und Umfang der Leistungen, Nutzungsrechte, Mängelansprüche, Haftung und Systemservice.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Staat oder Markt: Interkommunale Zusammenarbeit im Spiegel des EG-Vergaberechts

Autor
Jennert, Carsten
Gerichtsentscheidung
EuGH, Urteil vom 09.06.2009 - C-480/06
Heft
3
Jahr
2010
Seite(n)
150-155
Titeldaten
  • Jennert, Carsten
  • NZBau - Neue Zeitschrift für Bau- und Vergaberecht
  • Heft 3/2010
    S.150-155
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

EuGH, Urteil vom 09.06.2009 - C-480/06

Robert Thiele, MBA, BMDS, Berlin
Abstract
Der Verfasser geht in seinem Beitrag der Frage nach, wann die Übertragung von Aufgaben an eine interkommunale Kooperation dem Vergaberecht unterfällt. Dabei stellt er den Meinungsstand in Rechtsprechung und Literatur dar und arbeitet unter Zugrundelegung der Rechtsprechung des EuGH Abgrenzungskriterien heraus. Anschließend stellt er die Rechtsprechung des EuGH in der Rechtssache „Stadt Hamburg“ (Urteil vom 09.06.2009 - C-480/06) dar und zeigt verbleibende Fragestellungen auf.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Die Sektorenverordnung - Neue Vergaberegeln für Verkehrsunternehmen

Autor
Jasper, Ute
Seidel, Jan
Zeitschrift
Heft
3
Jahr
2010
Seite(n)
38-39
Titeldaten
  • Jasper, Ute; Seidel, Jan
  • Nahverkehrs-praxis
  • Heft 3/2010
    S.38-39
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Robert Thiele, MBA, BMDS, Berlin
Abstract
Die Verfasser untersuchen zunächst, ob durch die neue Sektorenverordnung der Anwendungsbereich des Vergaberechts für kommunale Verkehrsbetriebe erweitert wurde. Anschließend gehen sie auf die Neuregelung zur Wahl der Verfahrensarten mit öffentlicher Bekanntmachung ein.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Beauftragung Dritter mit der Durchführung von Rettungsdienstleistungen

Autor
Jahn, Werner
Normen
Art. 45 EGV
Art. 55 EGV
§ 99 Abs. 1 GWB
§ 17a GVG
§ 36 SächsBRKG
Gerichtsentscheidung
BGH, Beschluss vom 01.12.2008 - X ZB 31/08
BGH, Beschluss vom 01.12.2008 - X ZB 32/08
Heft
2
Jahr
2010
Seite(n)
33-40
Titeldaten
  • Jahn, Werner
  • NdsVBl - Niedersächsische Verwaltungsblätter
  • Heft 2/2010
    S.33-40
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Art. 45 EGV, Art. 55 EGV, § 99 Abs. 1 GWB, § 17a GVG, § 36 SächsBRKG

BGH, Beschluss vom 01.12.2008 - X ZB 31/08, BGH, Beschluss vom 01.12.2008 - X ZB 32/08

Sven Tönnemann, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Der Autor setzt sich kritisch mit den Entscheidungen des BGH (1.12.2008 - X ZB 31/08 und X ZB 32/08) auseinander, wonach Rettungsdienstleistung aufgrund nationalen Vergaberechts vergaberechtspflichtig sind. Der Verfasser stellt zunächst kurz die Auswirkungen der BGH Beschlüsse auf den öffentlichen Rettungsdienst dar. Sodann erläutert er seine Kritikpunkte an den BGH-Entscheidungen. Entgegen der Auffassung des Senats sei der Verwaltungsrechtsweg eröffnet gewesen, weiterhin fehle bei der Prüfung des öffentlichen Auftrages eine Auseinandersetzung mit dem Merkmal „Teilnahme des öffentlichen Auftraggebers am Markt“. Schließlich sei der Normenkonflikt zwischen Bundes- und Landesrecht vom BGH nicht zutreffend aufgelöst worden, dies hätte vielmehr dem BVerfG vorgelegt müssen. In seinem Ausblick verweist der Autor dann auf anhängige Verfahren vor dem EuGH und dem BVerfG, von denen er eine wichtige Weichenstellung erwartet.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Die Vergaberechtsgebundenheit von Kammern und ihrer Einrichtungen

Untertitel
Kammern, Kammerunternehmen und Dachverbände im Lichte des § 98 GWB
Normen
§ 98 Nr. 2 GWB
§ 98 Nr. 3 GWB
Heft
2
Jahr
2010
Seite(n)
54-59
Titeldaten
  • GewArch - Gewerbe Archiv
  • Heft 2/2010
    S.54-59
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 98 Nr. 2 GWB, § 98 Nr. 3 GWB

Robert Thiele, MBA, BMDS, Berlin
Abstract
Im ersten Abschnitt der Abhandlung untersucht die Verfasserin die Auftraggebereigenschaft von Kammern. Sie kommt zu dem Ergebnis, das diese öffentliche Auftraggeber nach § 98 Nr. 2 GWB sind. Im zweiten Abschnitt beleuchtet sie die Auftraggebereigenschaft von kammereigenen Einrichtungen und Unternehmen und stellt die Voraussetzungen der In-House-Vergabe dar. Hinsichtlich des Tatbestandsmerkmals "überwiegenden Finanzierung durch einen öffentlichen Auftraggeber" untersucht sie verschieden Konstellationen der Beteiligung von Kammern an Unternehmen, dabei geht sie insbesondere auf den Fall der Anschubfinanzierung ein. Im Rahmen der Erörterung des Merkmals „Aufsicht durch einen öffentlichen Auftraggeber“ kommt sie zu dem Ergebnis, dass bei Einrichtungen, die nicht im Mehrheitsbesitz der Kammern und anderer öffentlicher Auftraggeber stehen, nicht von einer staatlichen Beherrschung auszugehen ist.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Der Einfluss des Europarechts auf die nationale Rechtsordnung am Beispiel des Vergaberechts bei Veräußerung kommunaler Grundstücke

Autor
Heer, Reinhard
Heft
2
Jahr
2010
Seite(n)
57-63
Titeldaten
  • Heer, Reinhard
  • VBlBW - Verwaltungsblätter für Baden Württemberg
  • Heft 2/2010
    S.57-63
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Dr. Anne Bartsch, Referentin im BMUB, Berlin
Abstract
Der Verfasser stellt am Beispiel des europäischen Vergaberechts exemplarisch dar, wie das nationale Recht vom Europarecht durchdrungen und entwickelt wird. Demgemäß werden zunächst die europäischen Vorgaben zum Vergaberecht historisch dargestellt, um im Weiteren dann auf deren Umsetzung in das nationale Recht einzugehen; insbesondere wird dabei auch auf Vergaben unterhalb der Schwellenwerte eingegangen sowie auf Regelungen und Rechtsprechung zu kommunalen Grundstücksveräußerungen.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja