Musterausschreibungstexte – Grauzone zwischen fairem Service und unzulässiger Vorarbeit

Autor
Weber, Christine
Heft
5
Jahr
2016
Seite(n)
263-271
Titeldaten
  • Weber, Christine
  • RPA - Recht und Praxis der öffentlichen Auftragsvergabe
  • Heft 5/2016
    S.263-271
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

RA Mag. Robert Ertl, Breitenfeld Rechtsanwälte GmbH & Co KG, Wien
Abstract
Ausführlich stellt der Autor die Problematik der Bereitstellung von Musterausschreibungstexten durch potentielle Bieter im Internet dar. Er zeigt insbesondere die Verletzung des Grundsatzes des fairen und lauteren Wettbewerbs aufgrund von Vorarbeiten und die Voraussetzungen für einen Ausschluss des beteiligten Bieters auf. Weiters behandelt der Autor die Verletzung des Gleichbehandlungsgebots der Bieter aufgrund unzulässiger, technischer Spezifikationen in der Leistungsbeschreibung. Schlussendlich stellt dieser die Auswirkungen auf die Praxis und die nicht immer ganz einfache Grenzziehung einer Vorarbeit und dem zulässigen Service eines Unternehmens dar.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Informationssicherheit von kritischen Infrastrukturen im Wettbewerbs- und Vergabertecht

Autor
Byok, Jan
Zeitschrift
Heft
9
Jahr
2017
Seite(n)
451-454
Titeldaten
  • Byok, Jan
  • BB - Betriebs Berater
  • Heft 9/2017
    S.451-454
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Robert Thiele, MBA, BMDS, Berlin
Abstract
Einleitend skizziert der Verfasser die Bedeutung der Digitalisierung für die Wirtschaft. Ausgehend davon stellt er die Bedeutung der Informationssicherheit für die digitale Gesellschaft dar und zeigt die relevanten nationalen und europäischen Regelungen zur Informationssicherheit auf. Anschließend wendet er sich dem Wettbewerbsrecht zu und untersucht ob die Reglungen zur Informationssicherheit nach § 8a BSI-G auch eine Marktverhaltensregel i.S.v. § 3a UWG für die Betreiber kritischer Infrastrukturen darstellen. Dies bejaht er im Ergebnis. Abschließend geht er der Frage nach, wie die Informationssicherheit im Prozess der öffentlichen Auftragsvergabe berücksichtigt werden kann. Er arbeitet heraus, dass die Informationssicherheit nicht als fachliches Eignungskriterium Verwendung finden, sondern allenfalls als Ausführungsbestimmung für den Auftrag Niederschlag finden kann. Verstöße von Bietern gegen die Anforderungen an die Informationssicherheit könnten jedoch als „schwere Verfehlung" einen zulässigen Ausschluss aus dem Vergabeverfahren nach § 124 Abs. 1 Nr. 3 GWB ermöglichen.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Die Vergaberechtsnovelle 2016 im Überblick

Untertitel
I. Das Vergaberechtsmodernisierungsgesetz
Autor
Just, Christoph
Heft
2
Jahr
2017
Seite(n)
33-37
Titeldaten
  • Just, Christoph
  • SächsVBl - Sächsische Verwaltungsblätter
  • Heft 2/2017
    S.33-37
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Sven Tönnemann, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Der Verfasser gibt einen Überblick über die Vergaberechtsnovelle 2016. Dabei geht er sowohl auf die allgemeinen Anwendungsbereiche der Regelungen ein, betrachtet aber auch Sonderfälle wir die Inhouse-Vergaben und ÖPP oder Soziale Dienstleistungen. Die Erläuterungen erstrecken sich dann in der Folge auch die Verfahrens- und Auftragsarten über Wertungsstufen bis hin zu Verfahrensbeendigung und Rechtschutzmöglichkeiten. Im Ergebnis biete das neue Vergaberecht eine Fülle von Neuerungen und Detailregelungen und stelle einen erheblichen gesetzgeberischen Wurf dar. Das Ziel die Übersichtlichkeit des Vergaberechts zu erhöhen, sei jedoch nur sehr bedingt erreicht worden.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Die Rechtsprechung des EugH auf dem Gebiet des Vergaberechts in den Jahren 2015 und 2016

Autor
Gabriel, Marc
Heft
1
Jahr
2017
Seite(n)
1-18
Titeldaten
  • Gabriel, Marc
  • EWS - Europäisches Wirtschafts- und Steuerrecht
  • Heft 1/2017
    S.1-18
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Karsten Voigt, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Mit 23 Entscheidungen war der EuGH im besprochenen Zeitraum außerordentlich aktiv. Die meisten der Fälle befassen sich mit den inzwischen reformierten Vergaberichtlinien, was aber den Aufsatz nicht uninteressanter macht. Untergliedert in die Punkte "Direktvergaben" mit fünf Entscheidungen, "Eignungsnachweise" mit sechs Entscheidungen, "prozessrechtliche Anforderungen" der Mitgliedstaaten mit vier Entscheidungen, zwei Entscheidungen zu verbundenen Unternehmen, die um Angebote konkurrieren und letztlich sechs Entscheidungen, die weitere z.T. sehr interessante Themen wie Selbstausführungsquoten betreffen.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Ist die Zustimmung von Dritten nach § 58 Abs. 1 VwVfG auf das Vergabeverwaltungsrecht anwendbar?

Autor
Bühs, Jacob
Heft
2
Jahr
2017
Seite(n)
40-44
Titeldaten
  • Bühs, Jacob
  • SächsVBl - Sächsische Verwaltungsblätter
  • Heft 2/2017
    S.40-44
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Sven Tönnemann, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Der Autor geht der Frage nach, ob bei unterschwelligen Dienstleistungskonzessionen die Verwaltung von den nicht berücksichtigten Bieter eine Zustimmung nach § 58 Abs. 1 VwVfG einholen muss. Nach Anwendung der verschiedenen Auslegungsmethoden sprächen sowohl Wortlaut, Systematik als auch Historie für eine Zustimmungsbedürftigkeit zum (teilweise) öffentlich-rechtlichen Vertrag durch die unterlegenen Bieter. Die Argumente für eine teleologische Reduktion (z.B. Möglichkeit des einstweiligen Rechtschutzes, Vergleich mit strengem EU-Vergaberecht, Beschleunigungsgrundsatz) würden jedoch im Ergebnis überwiegen. Insofern sei auch keine analoge Anwendung des § 58 Abs. 1 VwVfG möglich, da es an der erforderlichen Regelungslücke. Einer Zustimmung durch unterlegene Bieter bedürfe es daher nicht.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Neues zu Eignung und Wertung

Untertitel
Die Vergabereform hat einige Klarheit gebracht, es bleiben aber Fragen offen
Autor
Gnittke, Katja
Jahr
2016
Seite(n)
16-19
Titeldaten
  • Gnittke, Katja
  • 2016
    S.16-19
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Dr. Franz Josef Hölzl , Rechtsanwalt , Berlin
Abstract
Die Autorin gibt auf der Grundlage der neu gefassten Eignungskategorien Fachkunde und Leistungsfähigkeit einen ersten Überblick zu den wesentlichen Änderungen im Bereich der Eignung im GWB, in der VgV und in der VOB/A EU. Im Einzelnen behandelt sie die Eignungsunterkategorie „Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung“, die Anforderung der „Angemessenheit“ der konkret vorgegebenen Eignungskriterien sowie die Eignungsleihe. Anschließend geht sie u.a. unter Einbeziehung der Schulnoten-Rechtsprechung des OLG Düsseldorf auf zulässige Zuschlagskriterien und die Frage der zulässigen Nachforderungsmöglichkeiten ein. Sie schließt ihren Beitrag mit dem Resümee, die Vergaberechtsnovelle habe „zu einigen Gesichtspunkten der Eignung und Wertung Klarheit gebracht“, werfe „aber auch (neue) Fragen“ auf.
Rezension abgeschlossen
ja

Praxistest Wirtschaftlichkeit

Untertitel
Die Preis-Leistungs-Wertung nach dem neuen Vergaberecht
Autor
Hake, Martin
Zeitschrift
Heft
Sonderheft
Jahr
2016
Seite(n)
19-24
Titeldaten
  • Hake, Martin
  • Vergabe Navigator
  • Heft Sonderheft/2016
    S.19-24
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Robert Thiele, MBA, BMDS, Berlin
Abstract
Der Verfasser erläutert in seinem Beitrag die neuen Regelungen der VgV zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit von Angeboten. Dabei gibt er anschauliche Praxisbeilspiele wie eine Preis- und eine Leistungsmatrix ausgestaltet werden kann und zeigt auf, wie die Zusammenführung über die Wertungsmethode erfolgt. Dabei veranschaulicht er in einem Beispiel die mögliche Ausgestaltung eines Punktebewertungssystems unter Beachtung der neueren Rechtsprechung zur Schulnotenbewertung.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Für eine strategische Beschaffung

Untertitel
Die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kriterien nach neuem Recht
Autor
Dageförde, Angela
Hattig, Oliver
Zeitschrift
Heft
Sonderheft
Jahr
2016
Seite(n)
12-16
Titeldaten
  • Dageförde, Angela; Hattig, Oliver
  • Vergabe Navigator
  • Heft Sonderheft/2016
    S.12-16
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Dr. Franz Josef Hölzl , Rechtsanwalt , Berlin
Abstract
Der Beitrag behandelt die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kriterien nach „neuem Recht“. Die Autoren sind der Meinung, der europäische Gesetzgeber verfolge mit den neuen – nunmehr in deutsches Recht umgesetzten – Vergaberichtlinien auch das Ziel, „das Beschaffungswesen noch stärker als bisher zur Umsetzung strategischer Ziele zu nutzen“. Der Beitrag legt im Einzelnen dar, wie Auftraggeber ihre Beschaffungen „stärker strategisch ausrichten“ können und erläutert u.a., welche Anforderungen dabei an die Dokumentation entstehen. Die Autoren meinen abschließend, es sei fraglich, ob es gelinge die öffentlichen Auftraggeber davon abzubringen, „lediglich auf monetäre Kriterien abzustellen.
Rezension abgeschlossen
ja

Produktvorgaben und Leistungsbeschreibung

Untertitel
Alte und neue Herausforderungen – Möglichkeiten und Grenzen
Autor
Krämer, Martin
Zeitschrift
Heft
Sonderheft
Jahr
2016
Seite(n)
29-32
Titeldaten
  • Krämer, Martin
  • Vergabe Navigator
  • Heft Sonderheft/2016
    S.29-32
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Felix Zimmermann, Beschaffungsamt des BMI, Bonn
Abstract
Seinen Beitrag über die Grundsätze der produktneutralen Ausschreibung nach neuem Vergaberecht beginnt der Autor mit der These, dass die konkret gewünschten Produkte eingekauft werden können, wenn die Vergabestelle es nur entsprechend gut anstellt. Erläutert wird diese Annahme insbesondere anhand der inzwischen gefestigten Rechtsprechung zur Beschaffungsautonomie. Danach reicht ein vertretbarer sachlicher und nachvollziehbarer Grund aus, um produktscharf auszuschreiben. Ebenso verweist der Autor auf die Möglichkeit, Leitfabrikate zu nennen. Soweit dies rechtmäßig erfolgt, könne dies zumindest faktisch eine Bevorzugung der Bieter bedeuten, die das Leitfabrikat anbieten.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Das Rätsel „Preis-Leistungs-Verhältnis“

Untertitel
Zu den Vorzügen und Schwächen einzelner Bewertungsmethoden
Autor
Ferber, Thomas
Zeitschrift
Heft
Sonderheft
Jahr
2016
Seite(n)
23-30
Titeldaten
  • Ferber, Thomas
  • Vergabe Navigator
  • Heft Sonderheft/2016
    S.23-30
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Silke Renner, AOK-Bundesverband, Berlin
Abstract
In seinem Aufsatz mit stellt der Verfasser die Vorzüge und Schwächen einzelner Bewertungsmethoden dar. Anlass ist der Be-schluss der Vergabekammer Südbayern vom 30.08.2016 (Z3-3-3194-1-28), die den Begriff des Preis-Leistungsverhältnisses streng mathematisch als Quotienten aus dem Angebotspreis und der erreichten Leistungspunktzahl auslegt. Im Ergebnis habe jede Bewertungsmethode ihre Schwächen und führe in manchen Fällen – insbesondere bei sehr billigen und leistungsschwachen oder sehr leistungsstarken aber sehr teuren Angeboten - nicht zum wirtschaftlich sinnvollsten Angebot. Dies könne jedoch jeweils durch das Eingrenzen des Preis- und Leistungsbereichs vermieden werden indem nur diejenigen Angebote, die in diesem Bereich liegen, ein wirtschaftlich sinnvolles Angebot darstellen können.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja