Die Unterbringung von Flüchtlingen

Untertitel
Bau-, ordnungs- und vergaberechtliche Aspekte
Autor
Ewer, Wolfgang
Mutschler-Siebert, Anette
Heft
1
Jahr
2016
Seite(n)
11-18
Titeldaten
  • Ewer, Wolfgang; Mutschler-Siebert, Anette
  • NJW - Neue Juristische Wochenschrift
  • Heft 1/2016
    S.11-18
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Aline Fritz, FPS Fritze Wicke Seelig Partnerschaftsgesellschaft von Rechtsanwälten, Berlin
Abstract
Die Autoren beschäftigen sich mit den bauplanungsrechtlichen, ordnungsrechtlichen und vergaberechtlichen Anforderungen an die Unterbringung von Flüchtlingen. Sie beschreiben zunächst detailliert die neuen bauplanungsrechtlichen Erleichterungen, die zum Teil schon 2014 eingeführt wurden. Dabei machen sie auch verfassungsrechtliche Bedenken geltend, nicht nur in Hinblick auf die hinreichende Bestimmtheit der neuen Vorschriften, sondern auch wegen Art. 3 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1 Satz 2 und Art. 28 Abs. 2 GG. Sodann erläutern sie die Voraussetzungen einer Beschlagnahme von ungenutzten Gebäuden oder Grundstücken. Diese kommt als ultima ratio und nur für max. 6 bis 8 Monate in Betracht, wenn eine erhebliche und gegenwärtige Gefahr von Obdachlosigkeit besteht. In zwei Bundesländer gibt es dazu spezielle Regelungen. Zuletzt werden die vergaberechtlichen Besonderheiten aufgezeigt. Neben der Frage des Anwendungsbereichs beschäftigen sich die Autoren mit den Möglichkeiten der Verfahrenserleichterungen, der Beschleunigung und der Direktvergabe. Daneben stellen sie auch mögliche Instrumente dar, um eine Beschaffung effizienter zu gestalten, wie z.B. die Rahmenvereinbarungen.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Primärrechtsschutz gegen öffentliche Auftraggeber bei europaweiten Ausschreibungen durch Vergabenachprüfungsverfahren – Teil 1

Autor
Eiermann, Heinrich
Normen
§§ 97-131 GWB
Heft
1
Jahr
2016
Seite(n)
13-20
Titeldaten
  • Eiermann, Heinrich
  • NZBau - Neue Zeitschrift für Bau- und Vergaberecht
  • Heft 1/2016
    S.13-20
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§§ 97-131 GWB

Dr. Rajiv Chandna , Rechtsanwalt , Frankfurt am Main
Abstract
Der Autor gibt einen Überblick über den Ablauf und die Inhalte eines Nachprüfungsverfahrens vor der Vergabekammer. Zunächst werden die Voraussetzungen für ein Nachprüfungsverfahren und die einschlägigen Rechtsvorschriften dargestellt. Sodann wird im Einzelnen der Ablauf eines Nachprüfungsverfahrens skizziert. Die erforderlichen Angaben, die ein Vergabenachprüfungsantrag enthalten sollte, werden in einer Art Checkliste mit praktischen Hinweisen veranschaulicht. Schließlich werden das Akteneinsichts- und Beiladungsverfahren, Kostengesichtspunkte sowie das Rechtsmittel der sofortigen Beschwerde behandelt. Zuletzt erläutert der Autor die einzelnen Zulässigkeitsvoraussetzungen eines Nachprüfungsverfahrens. Der Beitrag wird im nächsten Heft der NZBau als Teil 2 fortgesetzt. Dort sollen vornehmlich die Begründetheit eines Vergabenachprüfungsverfahrens und die Vermeidung von Vergaberechtsverstößen thematisiert werden.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Beschaffungsstrategien der öffentlichen Hand in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit am Beispiel der Bundeswehr

Autor
Eßig Michael
Heft
1
Jahr
2016
Seite(n)
33-37
Titeldaten
  • Eßig Michael
  • ZfBR - Zeitschrift für deutsches und internationales Bau- und Vergaberecht
  • Heft 1/2016
    S.33-37
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Dr. Franz Josef Hölzl , Rechtsanwalt , Berlin
Abstract
Der Autor ordnet in einem ersten Schritt die Verteidigungsbeschaffung ein. Er versteht die Beschaffung im Verteidigungssektor als eine Sonderform der öffentlichen Beschaffung. Diese sog. Verteidigungsbeschaffung bewege sich im Dreieck aus politischen Zielen und Strategien, dem Vergaberechtsrahmen und der Wirtschaftlichkeit. Auf nationaler Ebene sei das Vergaberecht weitgehend deckungsgleich mit dem betriebswirtschaftlichen Wirtschaftsverständnis. Zutreffender als das Verständnis der Richtlinie 2014/24/EU, die vom Preis-Leistungs-Verhältnis ausgehe, sei das Leistungs-Kosten-Verhältnis. Der Anschaffungspreis sei nur ein Element der Kosten, insbesondere der Lebenszykluskosten. Beschaffungsentscheidungen hätten im Verteidigungssektor strategischen Charakter. Im zweiten Schritt erörtert der Autor am Beispiel der Bundeswehr mögliche Beschaffungsstrategien. Strategische Entscheidungen hätten einen langfristigen Charakter und sichern nach der Meinung des Autors Erfolgspotentiale. Strategische Entscheidungen seien im Verteidigungssektor auf drei Ebenen angesiedelt, den regulatorischen Vorgaben des Vergaberechts, den verteidigungs- und industriepolitischen Fähigkeitsvorgaben und der Beschaffungsstrategie im engeren Sinn. Die Bundeswehr folge zudem einem prozessorientierten Ansatz. Generell seien als Hauptprozessphasen die Bedarfsfeststellung/-festlegung bzw. das Bedarfsmanagement, die Beschaffungsmarktforschung, die Vergabe im eigentlichen Sinn und die Abwicklung und Nutzung zu unterscheiden. Für Rüstungsgüter habe die Bundeswehr mit dem Customer-Product-Management (CPM) in einer novellierten Form ein Prozessmodell geschaffen, das genau diesen Phasen folge. Auf dieses Modell geht der Autor detaillierter ein. Abschließend stellt der Autor fest, dass sich die Verteidigungsbeschaffung derzeit in einem Umbruch hin zu einer „Strategischen Steuerung Rüstung“ befinde.
Rezension abgeschlossen
nein

Ausschreibungsfreiheit der interkommunalen Zusammenarbeit auch bei zuwendungsfinanzierten Maßnahmen?

Autor
Hövelberndt,Andreas
Heft
1
Jahr
2016
Seite(n)
9-13
Titeldaten
  • Hövelberndt,Andreas
  • NZBau - Neue Zeitschrift für Bau- und Vergaberecht
  • Heft 1/2016
    S.9-13
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Dr. Franz Josef Hölzl , Rechtsanwalt , Berlin
Abstract
Der Beitrag behandelt die Frage, ob im Fall einer vergaberechtsfrei zulässigen interkommunalen Zusammenarbeit Vorgaben des Haushalts- und Zuwendungsrechts einzuhalten sind. Der Autor wirft diese Frage vor dem Hintergrund auf, dass nach der – seiner Einschätzung nach – „überwiegenden Meinung“ bei einem zulässigen Inhouse-Geschäft keine Vorgaben des Haushalts- und Zuwendungsrechts zu beachten seien. In diesem Zusammenhang gibt der Autor einen kurzen Überblick über die vergaberechtlichen Anforderungen des Haushalts- und Zuwendungsrechts. Er kommt zu dem Ergebnis, dass bei der interkommunalen Zusammenarbeit keine Vorgaben des Haushalts- und Zuwendungsrechts einzuhalten sind. Das ergebe sich aus dem Sinn und Zweck der zuwendungsrechtlichen Restriktionen. Die zuwendungsrechtliche Verpflichtung zur Anwendung der VOB/A und/oder VOL/A entfalle, weil es sich bei der interkommunalen Zusammenarbeit um eine kooperative Eigenwahrnehmung von öffentlichen Aufgaben handele.
Rezension abgeschlossen
ja

Die Vergabe von Gebäudemanagementleistungen am Beispiel der Ausschreibung von Reinigungsdienstleistungen

Autor
Mager, Stefan
Lotz, Birgit
Heft
8
Jahr
2015
Seite(n)
758-765
Titeldaten
  • Mager, Stefan; Lotz, Birgit
  • ZfBR - Zeitschrift für deutsches und internationales Bau- und Vergaberecht
  • Heft 8/2015
    S.758-765
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Rezension abgeschlossen
nein

Korruptionsregister auf Bundesebene

Untertitel
Empfehlungen für die Gesetzgebung
Autor
Behringer, Stefan
Heft
1
Jahr
2016
Seite(n)
20-22
Titeldaten
  • Behringer, Stefan
  • ZRP - Zeitschrift für Rechtspolitik
  • Heft 1/2016
    S.20-22
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Felix Zimmermann, Beschaffungsamt des BMI, Bonn
Abstract
Der Autor fasst die Erfahrungen zusammen, die in verschiedenen Bundesländern mit Korruptionsregistern und darauf bezogenen Initiativen gemacht worden sind. Anlass sind die neuen Regelungen zum Ausschluss von Unternehmen von öffentlichen Aufträgen aufgrund von Wirtschaftskriminalität, die ab April 2016 mit dem reformierten Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen gelten werden. Diese Regelungen beruhen auf den EU-Vergaberichtlinien aus dem Jahr 2014. Für ein bundesweites Korruptionsregister empfiehlt der Autor: Unternehmen sollten Anreize zur Selbstreinigung mit der Möglichkeit einer frühzeitigen Löschung aus dem Register haben, die Eintragungsdauer sollte mit der Schwere der Tat korrelieren, Eintragungen aufgrund eines Verdachts sollten nicht öffentlich einsehbar sein und eingetragene Straftaten sollten nur solche sein, die von Leitungspersonal durchgeführt worden sein.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Europarechtlich abgesegnet: Mindestlohn nach Landesvergabegesetz

Autor
Kirch, Thomas
Mieruszewski, Jörg
Gerichtsentscheidung
EuGH, B. v. 17.11.2015 - C 115/14
Zeitschrift
Heft
1
Jahr
2016
Seite(n)
3-5
Titeldaten
  • Kirch, Thomas ; Mieruszewski, Jörg
  • Vergabe News
  • Heft 1/2016
    S.3-5
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

EuGH, B. v. 17.11.2015 - C 115/14

Sven Tönnemann, Rechtsanwalt, Hamburg
Abstract
Die Autoren erläutern die Entscheidung des EuGH (EuGH, v. 17.11.2015 - C 115/14) zu einer Mindestlohnregelung in einem Landesvergabegesetz. Der EuGH habe, nach Ansicht der Verfasser zutreffend, die Mindestlohnregelungen mit der Vergabekoordinierungsrichtlinie für vereinbar erklärt. Weiter wird darauf hingewiesen, dass die Forderung nach Mindestlohn aber nicht uneingeschränkt angewandt werden könne. Dies gelte z.B. in Fällen, in denen die Arbeitnehmer nicht in das Land entsendet werden müssen, für das der Mindestlohn gilt. Zu kritisieren sei die Bürokratie und die fehlende Überprüfbarkeit vieler Anforderungen aus den Landesvergabegesetzen.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Grundzüge des öffentlichen Preisrechts

Autor
Horstkotte, Michael
Hünemörder, Olaf
Normen
PR 30/53
Heft
1
Jahr
2016
Seite(n)
14-17
Titeldaten
  • Horstkotte, Michael ; Hünemörder, Olaf
  • LKV - Landes- und Kommunalverwaltung
  • Heft 1/2016
    S.14-17
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

PR 30/53

Christian Below, kbk Rechtsanwälte, Hannover
Abstract
Die Autoren geben einen Überblick über die wesentlichen Regelungsinhalte des öffentlichen Preisrechts, insbesondere der Verordnung PR 30/53. Sie ordnen eingangs das Preisrecht als Ergänzung zum Vergaberecht ein und differenzieren dabei anschaulich innerhalb des persönlichen und sachlichen Anwendungsbereichs. Es folgt eine Einführung in die Systematik der "festen Preise", wobei insbesondere auf die staatlich festgesetzten Preise, Markt- und Selbstkostenpreise sowie die Grundlagen der Selbstkostenpreisbildung eingegangen wird. Abschließend wird auf die Rechtsfolgen von Verstößen gegen die Vorgaben der PR 30/53 eingegangen, die insbesondere in einem Zuschlagsverbot wegen fehlender Wirtschaftlichkeit und/oder einer Teilnichtigkeit nach § 134 BGB bestehen könnten.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Die Vergütung von Planungsleistungen in VOF-Verfahren

Autor
Schweer, Carl-Stephan
Heller, Hans
Normen
§ 20 Abs. 3 VOF 2009
§ 13 Abs. 3 VOF 2009
Heft
1
Jahr
2016
Seite(n)
1-13
Titeldaten
  • Schweer, Carl-Stephan ; Heller, Hans
  • VergabeR - Vergaberecht
  • Heft 1/2016
    S.1-13
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

§ 20 Abs. 3 VOF 2009, § 13 Abs. 3 VOF 2009

Dr. Stephen Lampert, Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, München
Abstract
Der Beitrag untersucht Bieteransprüche auf Vergütung von Architekten- und Ingenieurleistungen, die im Zuge einer VOF-Ausschreibung außerhalb eines Planungswettbewerbs erbracht werden. Nach einem Überblick erläutern die Verfasser zunächst den Anspruch auf Festsetzung einer angemessenen Vergütung in den Vergabeunterlagen für Einzelleistungen wie Entwürfe, Pläne nach § 13 Abs. 3 Satz 1 VOF 2009. Davon zu trennen sei der zivilrechtliche Vergütungsanspruch für Lösungsvorschläge nach § 20 Abs. 3 VOF. Dieser werde durch ein wenigstens konkludentes Verlangen des Auftraggebers nach einem Lösungsvorschlag ausgelöst, der in qualitativer Hinsicht auch Gegenstand eines Planungswettbewerbs sein könnte. Die Vergütung müsse vor den Zivilgerichten eingefordert werden. Die Verfasser stellen die damit verbundenen, von den Gerichten noch nicht abschließend geklärten, Handlungsmöglichkeiten und -obliegenheiten für die Bieter dar.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja

Zur Abgrenzung von Dienstleistungskonzessionen gegenüber Miet- und Pachtverträgen nach der Richtlinie 2014/23/EU

Autor
Classen, Kai-Dieter
Heft
1
Jahr
2016
Seite(n)
13-22
Titeldaten
  • Classen, Kai-Dieter
  • VergabeR - Vergaberecht
  • Heft 1/2016
    S.13-22
Zusätzliche Informationen:
Aufsatz

Silke Renner, AOK-Bundesverband, Berlin
Abstract
In seinem Aufsatz untersucht der Verfasser, wann Vertragsregelungen zum Umgang mit der Miet- oder Pachtsache zugleich auch als Beschaffung konkreter Dienstleistungen anzusehen sein könnten. Reine Miet- oder Pachtverträge unterfallen nicht dem Vergaberecht, da hier die öffentliche Hand nichts beschafft, sondern eigene Leistungen anbietet und eigenes Vermögen verwertet. Sobald ein Miet- oder Pachtvertrag dem Mieter/Pächter Pflichten zur Erbringung seiner Leistung auferlegt, können Beschaffungselemente vorliegen, welche die rechtliche Einordnung des gesamten Vertrages beeinflussen können. Da bei der Dienstleistungskonzession der öffentliche Auftraggeber weder den Dienstleistungserbringer bezahlen, noch die Dienstleistung selbst in Anspruch nehmen muss, können sich hier je nach Ausgestaltung der vertraglichen Pflichten Abgrenzungsschwierigkeiten ergeben. Der Autor stellt daher zunächst die Definition der Konzession in Art. 5 Nr. 1 b) Richtlinie 2014/23/EU über die Konzessionsvergabe vor. Gemäß Erwägungsgrund 15 der Richtlinie sollten bestimmte Vereinbarungen, die das Recht eines Wirtschaftsteilnehmers regeln, öffentliche Bereiche oder Ressourcen, wie z.B. Land oder öffentliche Liegenschaften öffentlich-rechtlich oder privatrechtlich zu nutzen, insbesondere in See, Binnen oder Flughäfen, wobei der Staat oder der öffentliche Auftraggeber nur allgemeine Bedingungen für deren Nutzung festlegt, ohne bestimmte Bau- oder Dienstleistungen zu beschaffen, nicht als Konzessionen im Sinne dieser Richtlinie gelten. Dies betrifft in der Regel Pachtverträge über öffentliche Liegenschaften oder Land, die meist Klauseln enthalten, die die Besitzübernahme durch den Pächter, die vorgesehene Nutzung und die Pflichten von Pächter und Eigentümer hinsichtlich der Instandhaltung der Liegenschaft, die Dauer der Verpachtung und die Rückgabe des Besitzes an den Eigentümer, den Pachtzins sowie die vom Pächter zu zahlenden Nebenkosten regeln. Nach der englischsprachigen Fassung der Richtlinie werden sowohl Pacht- als auch Mietverträge von Erwägungsgrund 15 erfasst, weshalb dies auch für das deutsche Recht gelten müsse. Nach Analyse der einzelnen Tatbestandsmerkmale von Erwägungsgrund 15 geht der Verfasser auf einzelne Regelungsbeispiele, die rechtliche Risiken in Hinblick auf die Erfassung von Pacht- oder Mietverträgen durch die Konzessionsrichtlinie mit sich bringen könnten, ein.
Rezensent
Rezension abgeschlossen
ja